Zu Content springen
Shopware

Shopware Agentur Saarland: Entscheidungskriterien & Auswahl

von René Kremer

Shopware Agentur Saarland: Entscheidungskriterien & Auswahl
24:33

Du sitzt zwischen Marketing, IT und Geschäftsführung. Der Shop soll wachsen, neue Märkte erschließen, mehr Umsatz bringen – aber genau jetzt hakt es. Die Performance lässt nach, Integrationen ins ERP laufen nicht sauber, der Checkout bricht ab, SEO-Rankings sinken. Ein Relaunch steht an, vielleicht der Wechsel von einem anderen System, oder das große Shopware-6-Upgrade. Die Fragen türmen sich: Brauchen wir wirklich eine Shopware Agentur – oder reicht ein Freelancer? Woran erkenne ich Kompetenz, ohne selbst tief technisch zu sein? Was kostet das realistisch – und wo lauern Folgekosten? Wie stelle ich sicher, dass wir nach dem Launch nicht allein gelassen werden?

Genau hier setzt dieser Ratgeber an. Du bekommst praxisnahe Entscheidungshilfen, konkrete Auswahlkriterien und eine klare Roadmap, um die richtige Shopware Agentur im Saarland zu finden – und Risiken von Anfang an zu vermeiden.

E-Commerce-Team bespricht Wireframes und Seitenstruktur eines Online-Shops zur Optimierung von User Experience und Conversion-Rate.

Wenn du nur 10 Minuten hast: Die 5 wichtigsten Entscheidungspunkte

Zeit ist knapp, die Entscheidung drängt. Hier sind die fünf Kernfragen, die du dir sofort stellen solltest, bevor du ein Angebot annimmst oder ein Erstgespräch führst:

  1. Sauberes Vorgehen: Hat die Agentur einen klaren Prozess? Workshop, Konzept, Staging, Qualitätssicherung, Go-live und Betrieb müssen strukturiert ablaufen. Wenn nicht, fehlt die Struktur, die dein Projekt braucht.
  2. Nachweisbare Referenzen: Gibt es Projekte in ähnlicher Branche, vergleichbarer Größe oder mit ähnlichen Integrationen wie ERP, PIM oder CRM? Allgemeine Referenzen reichen nicht – du brauchst Cases, die zu deinem Kontext passen.
  3. Transparenz bei Budget und Scope: Werden Annahmen, Ausschlüsse und Risiken offen kommuniziert? Nur so kannst du Angebote fair vergleichen und versteckte Kosten vermeiden.
  4. Updatefähigkeit: Ist die Lösung wartbar? Keine Core-Hacks, saubere Plugin-Strategie, dokumentierter Release-Plan? Sonst bist du nach 12 Monaten in einer Sackgasse.
  5. Betrieb und Wartung geklärt: Sind Reaktionszeiten, Monitoring und Notfallprozesse Teil des Angebots? Ein Shop ohne Wartungskonzept ist ein Risiko für Umsatz und Sicherheit.

Mini-Checkliste für den nächsten Schritt:

  • Businessziele und KPIs formulieren wie Umsatz, Conversion, Internationalisierung oder B2B-Anforderungen
  • Must-haves von Nice-to-haves trennen
  • Systemlandschaft skizzieren: welche Systeme müssen angebunden werden?
  • Zeitplan und Budgetrahmen festlegen
  • Briefing erstellen – inklusive Beispieldaten, typischer Prozesse und Pain Points

Shopware Agentur Saarland: Wann lohnt sich externe Unterstützung wirklich?

Nicht jedes Projekt braucht eine Agentur. Manchmal reicht ein Freelancer, manchmal kannst du vieles intern lösen. Aber wann ist eine Shopware Agentur im Saarland die richtige Wahl?

Selbst machen vs. Freelancer vs. Agentur-Team

Wenn du einen einfachen Shop mit Standard-Theme und wenigen Produkten aufsetzen willst, kannst du das oft selbst oder mit einem guten Freelancer stemmen. Sobald aber folgende Anforderungen hinzukommen, wird es komplex:

  • Integrationen: ERP, CRM, PIM, Warenwirtschaft, Logistik, Payment-Provider, Marktplätze
  • Mehrere Verkaufskanäle: B2C, B2B, D2C, Großhandel, internationale Märkte
  • Individuelle Prozesse: Kundengruppen mit speziellen Preisen, Freigabe-Workflows, komplexe Versandlogiken, Steuern
  • Skalierung und Performance: Hohe Besucherzahlen, große Produktkataloge, starke Saisonspitzen
  • Sicherheit und Compliance: DSGVO, Consent-Management, regelmäßige Security-Updates, Backup-Strategien
  • UX, CMS und Conversion-Optimierung: Nicht nur Technik, sondern auch Design, Content-Strategie, Nutzerführung, Mobile-First
  • Mehrere Stakeholder: Wenn Marketing, IT, Vertrieb und Geschäftsführung zusammenarbeiten müssen, braucht es professionelles Projektmanagement

Eine Agentur bringt ein komplettes Team mit: Projektleitung, Entwicklung, Design, UX, QA, Ops. Das bedeutet kürzere Durchlaufzeiten, weniger Reibung, klare Verantwortlichkeiten – und am Ende weniger Risiko.

Real Talk: Agentur ist kein Selbstzweck

Eine Agentur kostet mehr als ein Freelancer. Aber sie spart dir Zeit, Nerven und Risiko – wenn du die richtige wählst. Der Mehrwert liegt in Struktur, Verlässlichkeit, Know-how über den reinen Code hinaus und langfristiger Betreuung. Wenn dein Projekt komplex ist, mehrere Systeme betrifft oder geschäftskritisch wird, lohnt sich die Investition.

Harte Prüfpunkte: Was du in der Agenturauswahl konkret verlangen solltest

Über Buzzwords und Versprechen hinaus gibt es konkrete Artefakte und Messgrößen, an denen du eine professionelle Agentur erkennst. Hier sind die wichtigsten:

Welche Artefakte muss eine Agentur liefern können?

  • Requirement-Dokument: Strukturierte Anforderungssammlung mit Prioritäten wie Must, Should, Nice, klarer Abgrenzung In oder Out of Scope und Akzeptanzkriterien pro Feature
  • Wireframes und Klickbare Prototypen: Nicht nur schöne Screens, sondern navigierbare Mockups, an denen du Flows testen kannst wie Checkout, Filter, Kundenbereich
  • Technisches Konzept: Architektur-Diagramm, Integrationsübersicht, welches System ist Master für welche Daten, Sync-Strategie Echtzeit, Batch oder Hybrid, Error-Handling, Datenmodell
  • Deployment-Plan: Wer deployt wie? CI/CD-Pipeline oder manuell? Welche Stages wie Dev, Staging, Prod? Rollback-Prozedur? Wer hat Zugriff auf Prod-Umgebung?
  • Test-Strategie und QA-Protokoll: Welche Testarten wie Unit, Integration, E2E, Performance? Wer testet was? Wie werden Bugs dokumentiert und priorisiert? Abnahme-Checkliste mit klaren Kriterien
  • Wartungs- und Betriebskonzept: SLA-Definition mit Reaktionszeiten nach Prio, Monitoring-Setup wie Uptime, Performance, Fehler, Backup- und Restore-Prozess, Incident-Handling, Release-Fenster

Hosting und Infrastruktur: Wer macht was?

Kläre frühzeitig, wer für Hosting, Server, Deployment und Monitoring verantwortlich ist. Typische Modelle:

  • Agentur hostet: All-in-one-Service, aber Abhängigkeit. Frage nach Zugriff auf Server, Backups, Monitoring-Daten, Exit-Strategie – was passiert, wenn du die Agentur wechselst?
  • Eigenes Hosting Inhouse oder externer Dienstleister: Mehr Kontrolle, aber du brauchst Know-how. Agentur muss Anforderungen klar kommunizieren wie PHP-Version, Extensions, Redis, Elasticsearch, Queueing und bei Setup oder Tuning unterstützen
  • Managed-Hosting-Partner: Spezialisierte Shopware-Hoster wie Shopware selbst, platform.sh oder andere. Agentur sollte Erfahrung mit dem Hoster haben und Setup sowie Deployment dort beherrschen

Prüffragen: Wer hat Root-Zugriff? Wer kümmert sich um OS-Updates, PHP-Updates, SSL-Zertifikate? Wie wird skaliert vertikal oder horizontal? Gibt es Load-Balancing, CDN, Caching-Layer? Wie werden Deployments durchgeführt Zero-Downtime? Wer monitort Performance und Verfügbarkeit?

Rollenmodell im Projekt: Wer ist wofür verantwortlich?

Ein klares Rollenmodell verhindert Missverständnisse und Reibung. Frage die Agentur, wer konkret diese Rollen übernimmt:

  • Projektleitung auf Agenturseite: Koordination, Kommunikation, Eskalation, Zeitplan, Budget-Tracking
  • Product Owner oder Fachliche Leitung auf deiner Seite: Anforderungen priorisieren, Abnahme, Freigaben
  • Tech Lead Agentur: Architektur-Entscheidungen, Code-Reviews, Performance, Sicherheit
  • DevOps oder Ops Agentur oder extern: Deployment, Monitoring, Incident-Response
  • QA oder Test Agentur: Testplanung, Durchführung, Bug-Tracking
  • Design oder UX Agentur: Wireframes, Mockups, Designsystem, User-Testing

Wenn Rollen nicht klar besetzt sind oder Agentur sagt machen wir alles, fehlt oft die Tiefe. Ein professionelles Team hat spezialisierte Rollen mit klaren Verantwortlichkeiten.

Kosten- und Risikotransparenz: Was muss im Angebot stehen?

Ein seriöses Angebot listet nicht nur Gesamtkosten, sondern auch:

  • Annahmen: Welche Voraussetzungen sind eingepreist? Beispiel: Datenqualität im ERP ist sauber, Designs werden in maximal 2 Iterationen abgenommen
  • Ausschlüsse: Was ist explizit nicht enthalten? Beispiel: Content-Erstellung, Produktdaten-Migration, Drittanbieter-Lizenzen, Server-Kosten
  • Change-Request-Prozess: Wie werden Änderungen bepreist? Gibt es ein Kontingent? Wie läuft die Freigabe?
  • Risiken und Abhängigkeiten: Was kann schiefgehen? Beispiel: ERP-API ist nicht dokumentiert – Aufwand kann steigen, Drittanbieter-Plugin hat bekannte Performance-Probleme
  • Laufende Kosten: Lizenzen wie Shopware, Plugins, Hosting, Wartung, Support – was kommt nach dem Launch monatlich oder jährlich auf dich zu?

Wenn eine Agentur Risiken verschweigt oder nur Best Case kalkuliert, wird es nach Launch teuer. Transparenz ist ein Qualitätsmerkmal.

Shopware Agentur Saarland: Regionaler Kontext und warum Remote trotzdem funktioniert

Warum überhaupt eine Shopware Agentur im Saarland? Regionale Nähe kann Vorteile bringen – persönliche Workshops vor Ort, kurze Wege für Kick-offs oder strategische Abstimmungen, schneller Kontextaufbau, gemeinsame Zeitzone und Arbeitskultur. Gerade in der Anfangsphase eines Projekts wie Discovery, Requirements-Workshop, Konzeption ist Face-to-Face-Kommunikation oft effizienter als reine Remote-Calls.

Gleichzeitig: Remote-Arbeit funktioniert hervorragend, wenn Prozesse, Kommunikation und Tools stimmen. Entscheidend sind nicht Kilometer, sondern Verlässlichkeit, Transparenz, klare Verantwortlichkeiten und regelmäßige Abstimmung. Eine gute Agentur im Saarland bietet dir das Beste aus beiden Welten: die Möglichkeit zu persönlichen Treffen, wenn es Sinn macht, und professionelle Remote-Zusammenarbeit für den Alltag.

Praxistipp: Wenn du mehrere Agenturen vergleichst regional vs. überregional, frage konkret: Wie oft sind persönliche Treffen eingeplant? Wie läuft die Kommunikation im Projektalltag wie Daily Standups, Sprint-Reviews, Slack oder Teams? Wie werden Entscheidungen dokumentiert? Wie schnell bekommst du Antworten auf dringende Fragen?

Shopware Agentur Saarland: Diese Leistungen solltest du konkret erwarten

Eine gute Shopware Agentur im Saarland bietet weit mehr als nur Programmierung. Hier ist der Leistungsumfang, den du erwarten solltest – und woran du echte Qualität erkennst:

Discovery und Consulting

Am Anfang steht die Zielklärung: Was willst du erreichen? Welche KPIs zählen wie Umsatz, Conversion, Internationalisierung? Welche Zielgruppen bedienst du? Welche Sortimente, welche Prozesse? Eine Agentur, die sofort ins Entwickeln springt, ohne diese Fragen zu stellen, baut am Bedarf vorbei.

Konzeption und Workshops

In Workshops werden Anforderungen strukturiert, priorisiert und in einen Scope übersetzt. Themen: Customer Journey, Informationsarchitektur, Integrationen, Datenflüsse, Rollen und Rechte. Das Ergebnis: ein klares Konzept, das als Grundlage für Design und Entwicklung dient.

Design und UX

Mockups und Designsystem geben dir einen ersten Eindruck, wie der Shop später aussehen wird. Usability ist entscheidend: Mobile-First, klare Navigation, schnelle Filter, verständliche Fehlermeldungen. Gute Agenturen denken conversion-orientiert: Wie reduzieren wir Reibung im Checkout? Wie schaffen wir Vertrauen durch Lieferzeiten, Rückgabe, Zahlungsarten, Bewertungen? Optional: klickbarer Prototyp und Usability-Tests mit echten Nutzern.

Entwicklung

Hier wird das Konzept Realität: Theme- und Storefront-Anpassungen, Plugin-Entwicklung für individuelle Funktionen, saubere Umsetzung ohne Core-Hacks. Wichtig: Der Code muss updatefähig sein, dokumentiert und nach Best Practices geschrieben wie Coding Standards, Code Reviews, Tests.

Integration

ERP, CRM, PIM, Warenwirtschaft, Zahlungsarten, Versandlogik, Kundengruppen, B2B-Preise, Steuern – all das muss reibungslos zusammenspielen. Eine gute Agentur plant Integrationen von Anfang an mit: Datenhoheit klären, wer ist die Single Source of Truth, Sync-Strategie Echtzeit vs. Batch, Fehlerbehandlung wie Retry, Dead-Letter-Queues, idempotente Imports.

Qualitätssicherung

Staging-Umgebung oder Demo-Umgebung ist Pflicht. Hier werden Tests durchgeführt, bevor irgendetwas live geht: funktionale Tests, Integrationstests, Performance-Tests, Mobile-Tests, Browser-Tests. Abnahmeprozesse müssen klar definiert sein: Wann gilt etwas als fertig? Wer testet was? Wie werden Fehler dokumentiert und priorisiert?

Launch und Betrieb

Der Go-Live ist kein Sprint, sondern ein geplanter Prozess: Cutover-Plan, Daten-Import, Redirect-Matrix mit 301-Weiterleitungen, Monitoring, Rollback-Strategie. Nach dem Launch beginnt der Betrieb: Wartung, Support, Security-Updates, Performance-Optimierung, Backlog-Pflege, kontinuierliche Verbesserung.

Enablement

Eine Agentur, die dich nach Launch allein lässt, hat versagt. Schulungen für dein Team, Dokumentation technisch und redaktionell, Übergabe von Passwörtern, Accounts, Repos – all das gehört dazu, damit du intern arbeiten kannst.

Entwickler-Team arbeitet an Shop-Backend, Designsystem und Code zur technischen Weiterentwicklung eines performanten E-Commerce-Systems.

Praxisnaher Projektablauf: So sieht ein typisches Shopware-Projekt aus

Ein strukturierter Ablauf schafft Sicherheit. Hier die typischen Phasen:

Phase 1: Erstgespräch und Zielklärung

Businessziele, technische Randbedingungen, bestehende Systeme, Zeitplan, Budgetrahmen.

Phase 2: Workshop oder Workshops

Anforderungen sammeln, priorisieren, Roadmap erstellen. Typische Themen: Prozesse wie Bestellung, Retouren, Kundenservice, Integrationen, Datenqualität, Rollen und Rechte.

Phase 3: Konzept und Mockups

Informationsarchitektur, Wireframes, Mockups. Feedbackschleifen, gegebenenfalls klickbarer Prototyp.

Phase 4: Iterative Umsetzung

Entwicklung in Sprints, regelmäßige Demos, Reviews, Anpassungen.

Phase 5: Staging und QS

Tests, Abnahme, Bugfixing.

Phase 6: Go-Live

Cutover-Plan, Monitoring, Rollback-Bereitschaft.

Phase 7: Betreuung nach Launch

Backlog, Optimierung, Releases, Wachstum.

Budget, Angebote und Verträge: So vergleichst du fair

Angebote vergleichen ist schwer, wenn du nicht weißt, worauf du achten sollst. Hier die wichtigsten Punkte:

Preismodelle verstehen

Modell Vorteile Nachteile Wann sinnvoll?
Fixpreis Planbare Kosten, klarer Scope Change Requests kosten extra, weniger Flexibilität Wenn Anforderungen klar und stabil sind
Time & Material Flexibel, iterativ, schnelle Anpassungen Kosten können steigen, braucht starkes Backlog oder Steuerung Komplexe Projekte, agile Teams, hohe Unsicherheit
Retainer oder Wartungspauschale Laufende Betreuung, klare monatliche Kosten Leistungsumfang muss klar definiert sein Nach Launch, für Support, Updates, kleine Anpassungen

Typische Kostentreiber

  • Integrationen: Anzahl, Komplexität, Datenqualität wie ERP, PIM, CRM
  • Design oder UX: Standard-Theme vs. individuelles Designsystem
  • Migration: Kundendaten, Bestellhistorie, URL oder SEO, Varianten oder Attribute
  • B2B-Komplexität: Kundengruppen, Freigaben, Preislogiken
  • Plugin-Landschaft: Viele Drittanbieter-Plugins bedeutet mehr Testaufwand, Update-Risiko

Angebote vergleichbar machen: Checkliste

  • Welche Deliverables sind enthalten wie Konzept, Mockups, Staging, Tests, Doku?
  • Was ist explizit nicht drin wie Ausschlüsse, Annahmen?
  • Wie werden Änderungen bepreist wie Change-Request-Prozess?
  • Wann gilt etwas als fertig wie Abnahme-Regeln?
  • Wer hat die Rechte wie IP, Quellcode, Zugriff auf Repos?

Wartungspaket: Was wirklich drin sein sollte

  • Security-, Core- und Plugin-Updates inklusive Test auf Staging
  • Monitoring und Alerting plus Incident-Prozess
  • Backup und Restore-Tests – nicht nur Backups machen, sondern auch testen, ob sie funktionieren
  • Monatliche Health-Checks wie Performance, Logs, Fehler, Indexierung
  • Klare Reaktionszeiten wie SLA und Supportkanäle

Red Flags: Woran du erkennst, dass etwas nicht stimmt

Nicht jede Agentur ist seriös, nicht jedes Angebot ist durchdacht. Hier sind die Warnsignale:

  • Ja, können wir alles – ohne Rückfragen zu Zielen, Daten, Prozessen, Integrationen
  • Keine Referenzen, keine konkreten Cases, nur schöne Screens
  • Kein Staging, keine Teststrategie, keine Abnahmeprozesse
  • Unklare Zuständigkeiten wie wer leitet, wer entwickelt, wer testet?
  • Versprechen wie SEO bleibt automatisch gleich ohne Redirect-, Content- oder Tracking-Plan
  • Core-Hacks oder einfach schnell im Template ohne Update-Strategie
  • Wartung wird klein geredet wie braucht ihr nicht oder als Blackbox verkauft
  • Abhängigkeit von proprietären Eigenlösungen ohne Dokumentation wie Vendor-Lock-in-Risiko

Entscheidungshilfe: Deine Agentur-Checkliste

Nutze diese Checkliste, um Agenturen systematisch zu bewerten:

Kompetenzsignale

  • Erklärt die Agentur komplexe Themen verständlich?
  • Liefert sie ein strukturiertes Vorgehen wie Workshops, Demos, QA?
  • Denkt sie von Anfang an an Updatefähigkeit und Release-Management?
  • Ist sie ehrlich bei Risiken, Trade-offs, Machbarkeit?

Prozesssignale

  • Transparenz in Kommunikation, Tickets, Priorisierung
  • Klare Verantwortlichkeiten wie Projektleitung, Dev, QA
  • Regelmäßige Reviews oder Status plus saubere Dokumentation

Technische Signale

  • Saubere Plugin-Entwicklung statt Core-Hacks
  • Performance- und Sicherheitsdenken als Standard

Betriebssignale

  • Wartungsmodell, Reaktionszeiten, Monitoring, Notfallprozesse

Kultur und Arbeitsweise

  • Kooperativ, verlässlich, proaktiv, keine Buzzword-Nebelkerzen

Migration und Relaunch: So sicherst du SEO und Datenintegrität

Ein Relaunch ist immer ein Risiko – aber mit der richtigen Planung minimierst du Verluste.

Datenintegrität als Kernaufgabe

  • Produkte, Kategorien, Kunden, Bestellungen korrekt übernehmen
  • Mapping-Logik wie Attribute, Varianten, Preise, Kundengruppen
  • Datenbereinigung vor Migration wie Dubletten, veraltete Attribute, Medien

SEO und Sichtbarkeit sichern

  • 301-Weiterleitungen wie Redirect-Matrix alt zu neu
  • URL-Struktur, Canonicals, Indexierung, Sitemap oder Robots prüfen
  • Content-Migration wie Ratgeber, Kategorien, Metadaten nicht vergessen
  • Core Web Vitals als Risiko- oder Chancenfaktor

Tracking und Consent nicht vergessen

  • Consent-Banner oder Tagging sauber planen (siehe auch Consent Mode v2 in Shopware 6)
  • GA4 oder Ads, Consent Mode v2 wenn relevant, Shop-Events oder Enhanced Ecommerce

Cutover-Planung

  • Parallelbetrieb oder Freeze, Importfenster, Go-live-Checkliste, Rollback

Nacharbeiten nach Go-live

  • Feeds wie Google Merchant etc., Mails, Payment, Suche, Performance, 404s, Redirect-Feinschliff

Plugin-Strategie und Individualentwicklung: Risiken managen

Wann Standard-Plugins reichen

Shopware hat einen großen Plugin-Store mit Lösungen für viele Standard-Anforderungen. Wenn ein Plugin deine Anforderung zu 80–90 Prozent abdeckt, ist es oft die schnellste und günstigste Lösung.

Wann Individual-Plugins sinnvoll sind

  • Kein passendes Store-Plugin vorhanden
  • Spezielle Unternehmensprozesse oder Services
  • Wettbewerbsvorteil durch Unique Feature

Plugin-Risiko-Management

  • Anbieter-Qualität, Updatefrequenz, Kompatibilitäten, Support prüfen
  • Lizenzmodelle und laufende Kosten beachten
  • Vendor-Lock-in vermeiden wie Dokumentation, saubere Schnittstellen, Exit-Plan

Anforderungen an gute Plugin-Entwicklung

  • Updatefähigkeit, Tests, Doku, saubere Events oder Subscriber, keine Core-Hacks
  • Minimierung von Konflikten mit anderen Plugins

Beispiele für Individual-Plugins:

  • Custom Checkout-Logik
  • ERP-spezifische Syncs wie Bestände, Preise, Belege
  • B2B-Funktionen wie Freigaben, kundenspezifische Sortimente oder Preise

Design, CMS und Shopping Experiences: Content-getriebener Commerce

E-Commerce ist mehr als Produktlisten. Mit dem CMS von Shopware 6 kannst du Landingpages, Kampagnenseiten und Brand-Story-Seiten gestalten, die Conversion und SEO fördern.

Praxisbeispiele

  • Saisonkampagne mit CMS-Seiten plus Produktlisten plus Rabattlogik
  • Content-SEO: Ratgeberseite zu Kategorie zu Produkt

UX-Grundprinzipien

  • Mobile zuerst, klare Navigation, schnelle Suche, starke Filter
  • Vertrauen schaffen wie Lieferzeiten, Rückgabe, Zahlungsarten, Bewertungen
  • Checkout-Reduktion wie weniger Hürden, klare Fehlermeldungen

Wartung, Support und Sicherheit: Warum Launch nicht gleich fertig ist

Ein Shop ist nie fertig. Updates, Security-Patches, Plugin-Updates, Kompatibilitäten – all das erfordert kontinuierliche Arbeit.

Proaktive Maßnahmen

  • Monitoring, Log-Analyse, Error-Tracking
  • Backups und Restore-Tests
  • Regelmäßige Update-Routinen wie Release-Fenster

Incident-Handling

  • Priorisierung nach Umsatzimpact wie Checkout down ist wichtiger als Layout-Bug
  • Notfallprozess plus Ansprechpartner plus Zeitfenster

Security-Basics

  • Rollen oder Rechte, 2FA wo möglich, sichere Deployments, regelmäßige Updates

Performance und Skalierung: Basics und Stellschrauben

Performance ist umsatzrelevant. Jede Sekunde Ladezeit kostet Conversion.

Basics, die jede Agentur sauber liefern muss

  • Bild- oder Asset-Optimierung, Caching, saubere Template- oder Theme-Performance
  • Datenbank- oder Index-Grundhygiene, saubere Third-Party-Skripte

Stellschrauben für große Shops

  • Redis: Caching und Sessions – wann sinnvoll (Details zu Redis in Shopware)
  • Elasticsearch oder OpenSearch: Suche oder Filter bei großen Katalogen
  • Queueing oder Background Jobs: Stabile Prozesse bei Last
  • Infrastruktur ist Teil der Performance – nicht nur Code

Schritt für Schritt: So startest du mit der Agentursuche

  1. Ziele oder KPIs formulieren
  2. Must-haves vs. Nice-to-haves
  3. Systemlandschaft skizzieren wie ERP, CRM, PIM, Versand, Payment
  4. Zeitplan und Budgetrahmen definieren
  5. Briefing erstellen inklusive Beispieldaten oder Prozesse

Fragen, die du einer Shopware-Agentur stellen solltest

  • Wie stellt ihr Updatefähigkeit sicher?
  • Wie läuft QA ab wie Testarten, Staging, Abnahme?
  • Wie handhabt ihr Deployment oder Rollback?
  • Wie dokumentiert ihr individuelle Entwicklungen?
  • Wie sieht euer Support- oder SLA-Modell aus?
  • Wie geht ihr mit Drittanbieter-Plugins und Lizenzkosten um?
  • Wie stellt ihr sicher, dass wir Zugriff auf Code, Accounts oder Know-how haben?

Go-Live Readiness: Checkliste für den Launch

  • Payments getestet wie alle Zahlungsarten, Testbestellungen
  • Versand konfiguriert wie Logistik-Anbindung, Lieferzeiten, Versandkosten (inklusive sauberem Versand-Setup in Shopware)
  • Mails funktionieren wie Bestellbestätigung, Versandmails, Passwort-Reset
  • Tracking und Consent wie GA4, Consent-Banner, Events
  • Redirects wie 301-Weiterleitungen, URL-Matrix, 404-Check
  • Suche und Filter getestet
  • Performance gemessen wie Pagespeed, Core Web Vitals
  • Backups eingerichtet und getestet

FAQ: Die wichtigsten Fragen auf einen Blick

Ist Shopware für Einsteiger geeignet?

Ja, wenn du Unterstützung hast. Das Backend ist intuitiv, aber für komplexe Setups wie Integrationen, B2B, Individualisierungen brauchst du eine erfahrene Agentur.

Welche Sicherheitsmaßnahmen sind Pflicht?

Regelmäßige Updates, sichere Passwörter, 2FA, Rollen oder Rechte, Backups, Monitoring.

Kann ich ERP, CRM oder PIM anbinden?

Ja, Shopware 6 bietet offene APIs. Die Qualität der Integration hängt von der Planung und Umsetzung ab.

Wie wichtig ist eine Staging-Umgebung?

Unverzichtbar. Ohne Staging kannst du keine sauberen Tests machen – und riskierst Fehler im Live-Shop.

Fixpreis oder Time & Material – was ist besser für uns?

Fixpreis, wenn der Scope klar ist. Time & Material, wenn du flexibel bleiben musst.

Was muss in einem Wartungsvertrag mindestens drin sein?

Updates wie Core, Plugins, Security, Monitoring, Backups, Support mit klaren Reaktionszeiten wie SLA.

Schlussbild: Klarheit, Plan, Wachstum

Du hast jetzt Klarheit über Ziele, Auswahlkriterien, Projektablauf und Risiken. Du weißt, welche Fragen du stellen musst, welche Red Flags du meiden solltest und worauf es bei Angeboten, Wartung und Betrieb wirklich ankommt. Shopware 6 ist eine starke Plattform – wenn du Flexibilität, Integrationen, Wachstum und Content oder Commerce kombinieren willst. Eine gute Shopware Agentur im Saarland erkennst du an Prozess, Verständlichkeit, Updatefähigkeit, QA und einem durchdachten Betriebskonzept.

Dein nächster sinnvoller Schritt: Briefing erstellen, Workshop-Ziele definieren, Angebote anhand einer festen Checkliste vergleichen – und vorab mit einem Shopware-Check die größten Baustellen im Shop identifizieren. So stellst du sicher, dass dein Shop nicht nur fertig wird, sondern kontinuierlich besser – und dein Unternehmen im E-Commerce wächst.

Diesen Beitrag teilen