Es ist Montagmorgen, der Relaunch deines Shopware 6 Shops ist seit zwei Tagen live – und plötzlich meldet sich deine Datenschutzbeauftragte: „Wo ist der Link zu den Cookie-Einstellungen? Nutzer müssen ihre Einwilligung jederzeit ändern können!" Du öffnest den Shop, scrollst durch Footer und Datenschutzerklärung – und tatsächlich: Der Link fehlt, oder schlimmer noch, er ist da, aber beim Klick passiert nichts. Der Consent-Banner war nach dem Theme-Update plötzlich verschwunden, und das Tracking läuft entweder gar nicht oder – noch problematischer – ohne dass die Nutzer überhaupt eingewilligt haben. Genau in diesem Moment wird dir klar: Ein funktionierender Cookie-Einstellungen-Link in Shopware 6 ist kein Nice-to-have, sondern absolute Pflicht – technisch, rechtlich und für das Vertrauen deiner Kunden; wenn du dabei Unterstützung brauchst, kann eine Shopware Agentur die saubere Umsetzung und das Testing absichern.
In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du den Shopware 6 Cookie-Einstellungen-Link richtig setzt, wo du ihn platzierst (Footer, Offcanvas, Datenschutzerklärung), wie du ihn testest und was du tun kannst, wenn er nicht funktioniert. Du erfährst, wann die Shopware-Bordmittel ausreichen und wann ein Consent-Manager-Plugin sinnvoll ist, welche Teile du ohne Entwickler umsetzen kannst und wo externe Hilfe nötig wird. Egal, ob du gerade erst mit Shopware startest oder nach einem Update plötzlich vor einem defekten Consent-Setup stehst – dieser Leitfaden bringt dich sicher ans Ziel.
Quick-Win: Cookie-Einstellungen-Link in 5 Schritten (Standard-Setup ohne Entwickler)
Bevor wir in die Details eintauchen, hier der schnellste Weg zum Ziel – ideal, wenn du mit dem Shopware-Standard-Consent arbeitest und sofort einen funktionierenden Link brauchst. Diese Schritte kannst du als Entscheider oder Shop-Betreiber selbst umsetzen, ohne Programmierkenntnisse:
- Prüfen, ob Consent in Shopware aktiv ist: Gehe ins Backend unter Einstellungen → Shop → Cookies (nutze die Admin-Suche und suche nach „Cookies", falls du die Einstellung nicht sofort findest). Stelle sicher, dass der Consent-Mechanismus aktiviert ist und Cookie-Gruppen (z. B. „Notwendig", „Statistik", „Marketing") angelegt sind.
- Footer-Link anlegen: Gehe zu Inhalte → Navigation, wähle die Footer-Navigation aus und erstelle einen neuen Menüpunkt mit der Bezeichnung „Cookie-Einstellungen". Wichtig: Dieser Link muss später den Consent-Dialog öffnen, nicht auf eine Seite führen (siehe unten).
- Link in der Datenschutzerklärung setzen: Öffne deine Datenschutzerklärung unter Inhalte → Shopseiten und füge einen klaren Textlink ein, z. B. „Hier können Sie Ihre Cookie-Einstellungen jederzeit ändern".
- Funktion testen: Öffne deinen Shop in einem Inkognito-Fenster (wichtig, damit keine alte Consent-Entscheidung gespeichert ist). Klicke auf den Link – der Consent-Dialog muss sich öffnen, ohne dass die Seite neu lädt. Teste sowohl nach „Alle akzeptieren" als auch nach „Ablehnen".
- Schnelltest bei Problemen: Lösche Cache und Theme-Kompilierung im Backend unter Einstellungen → System → Caches bzw. Theme-Manager → Theme neu kompilieren. Teste erneut im Inkognito-Fenster.
Mit diesen fünf Schritten hast du in den meisten Fällen bereits einen funktionierenden Shopware 6 Cookie-Einstellungen-Link. Der geschätzte Zeitaufwand liegt bei 15–30 Minuten, vorausgesetzt, du nutzt die Shopware-Bordmittel und hast keine Theme-Overrides oder Plugin-Konflikte. Wenn der Link nicht funktioniert oder du tiefer einsteigen möchtest, lies einfach weiter.
Wann reichen Shopware-Bordmittel – und wann brauchst du ein CMP-Plugin?
Bevor du Zeit in die technische Umsetzung investierst, solltest du klären: Reicht der Standard-Consent von Shopware, oder brauchst du ein externes Consent-Management-Plugin (CMP) wie Usercentrics, Cookiebot oder Consentmanager? Hier die wichtigsten Kriterien zur Entscheidung:
| Kriterium | Shopware-Standard reicht | CMP-Plugin empfohlen |
|---|---|---|
| Anzahl Tools & Komplexität | Wenige Tools (GA4, evtl. Facebook Pixel), einfache Struktur | Viele Tools (>5), komplexe Tag-Manager-Setups, A/B-Testing, externe Dienste |
| Rechtliche Anforderungen | DSGVO-Grundlagen (Einwilligung, Widerruf) genügen | Multi-Jurisdiktion (z. B. CCPA, LGPD), detaillierte Dokumentation, IAB TCF 2.2 |
| Consent Mode V2 (Google) | Kann manuell/mit Plugin integriert werden | Muss out-of-the-box unterstützt werden |
| Ressourcen & Budget | Kein Budget für CMP (ab ca. 100–500 Euro/Monat) | Budget vorhanden, zentrale Verwaltung über CMP gewünscht |
| Zeitaufwand Setup | Schnelle Umsetzung (1–2 Stunden) ohne Entwickler | Aufwändigere Konfiguration (4–8 Stunden), teils Entwickler nötig |
Faustregel: Wenn du einen klassischen Shopware-Shop mit GA4, evtl. Facebook Pixel und wenigen weiteren Tools betreibst, reicht der Shopware-Standard meist völlig aus. Sobald du internationale Märkte bedienst, viele Tools parallel nutzt oder rechtlich auf der absolut sicheren Seite sein willst, lohnt sich ein CMP-Plugin. Die laufenden Kosten für ein CMP liegen typischerweise zwischen 100 und 500 Euro pro Monat (je nach Traffic und Funktionsumfang), der initiale Setup-Aufwand bei 4–8 Stunden (inklusive Testing).
Cookie-Einstellungen-Link: Anforderungen, Platzierung und typische Fehler
Ein Cookie-Einstellungen-Link in Shopware 6 muss mehr leisten, als nur irgendwo sichtbar zu sein. Er muss jederzeit erreichbar sein – auf Desktop und Mobil, vor und nach der ersten Einwilligung, in allen Sprachen und Verkaufskanälen. Gleichzeitig muss er technisch sauber funktionieren: Ein Klick soll den Consent-Dialog öffnen, nicht auf eine Seite weiterleiten, und das ohne Seitenwechsel oder Verzögerung. Hier die wichtigsten Anforderungen im Überblick:
- Jederzeit erreichbar: Der Link muss auf Desktop und Mobil dauerhaft verfügbar sein – idealerweise im Footer und im Offcanvas-Menü.
- Klare Benennung: Nutze Formulierungen wie „Cookie-Einstellungen", „Cookie-Einstellungen ändern" oder „Einwilligungen verwalten". Vermeide zu technische oder schwammige Begriffe.
- Barrierearm: Achte auf ausreichenden Kontrast, Fokuszustand für Tastaturnutzer und sinnvolle Linktexte (nicht nur „Hier klicken").
- Funktioniert nach Akzeptieren und Ablehnen: Viele Setups vergessen, dass auch Nutzer, die alle Cookies abgelehnt haben, ihre Meinung später ändern können müssen.
Empfohlene Platzierungen
Die Platzierung entscheidet darüber, ob Nutzer den Link finden – und ob du rechtlich auf der sicheren Seite bist. Hier die drei wichtigsten Orte:
| Platzierung | Nutzen | Priorität |
|---|---|---|
| Footer (Desktop & Mobil) | Dauerhaft sichtbar, erwartet von Nutzern, Standard-Ort | Muss |
| Datenschutzerklärung | Rechtlicher Kontext, klare Transparenz, oft Pflicht | Muss |
| Offcanvas-/Mobilmenü | Höchste Auffindbarkeit mobil, schneller Zugriff | Sehr empfehlenswert |
Typische Fehler und wie du sie vermeidest
Selbst wenn der Link sichtbar ist, kann er technisch oder konzeptionell fehlerhaft sein. Die häufigsten Stolpersteine:
- Falscher Linktyp: Der Link führt auf eine Seite (z. B. /cookie-einstellungen), statt den Consent-Dialog zu triggern.
- Theme überschreibt Footer/Navigation: Nach einem Theme-Update oder -Wechsel werden Footer-Links nicht mehr gerendert oder falsch positioniert.
- Cache/Theme-Kompilierung verhindert Aktualisierung: Änderungen werden im Backend gespeichert, aber im Frontend nicht sichtbar, weil Cache oder Theme nicht neu kompiliert wurden (siehe dazu auch Shopware Cache leeren).
- Mobil nicht erreichbar: Der Footer wird mobil anders gerendert (z. B. eingeklappt oder ausgeblendet), der Link fehlt im Offcanvas-Menü.
- Mehrsprachigkeit vergessen: Der Link ist auf Deutsch vorhanden, fehlt aber in englischer oder französischer Version.
Wenn du diese Punkte von Anfang an beachtest, sparst du dir später viel Debugging-Zeit.
Consent in Shopware 6 aktivieren: Wo du klicken musst
Bevor du einen Cookie-Einstellungen-Link setzen kannst, muss das Consent-Management in Shopware überhaupt aktiv sein. Hier die wichtigsten Admin-Pfade und was du dabei beachten solltest:
Wo du im Backend klickst
Je nach Shopware-Version und eingesetzten Plugins können die Menüpunkte leicht abweichen. Die folgenden Wege führen dich in den meisten Setups ans Ziel:
- Einstellungen → Shop → Cookies bzw. Einstellungen → Shop → Cookie-Gruppen: Hier legst du fest, welche Cookie-Kategorien (notwendig, Statistik, Marketing, externe Medien) angezeigt werden, welche Texte genutzt werden und wie der Consent-Banner aussieht.
- Tipp zum Wiederfinden: Nutze die Admin-Suche (Lupensymbol oben rechts) und suche nach „Cookies", „Cookie-Gruppen" oder „Consent". Shopware zeigt dir dann direkt die relevanten Menüpunkte.
Frontend-Check nach Aktivierung
Sobald du die Einstellungen gespeichert hast, öffne deinen Shop in einem Inkognito-Fenster (wichtig, damit keine alte Consent-Entscheidung gespeichert ist) und prüfe:
- Erscheint der Consent-Banner beim Erstbesuch?
- Sind die Cookie-Kategorien auswählbar (z. B. Statistik, Marketing)?
- Öffnet ein Klick auf „Einstellungen" oder „Mehr Informationen" die Detail-Ansicht?
- Wird die Entscheidung gespeichert (nach „Alle akzeptieren" oder „Ablehnen" sollte der Banner verschwinden)?
Typisches UX-Problem: Banner wird übersehen
Der Shopware-Standard-Consent-Banner erscheint oft als schmale Leiste am unteren Bildschirmrand. Viele Nutzer übersehen ihn, scrollen einfach weiter oder klicken versehentlich woanders hin. Wenn dir auffällt, dass Nutzer den Banner ignorieren, hast du mehrere Optionen:
- Banner per CSS mittig im Bildschirm positionieren (erfordert Theme-Anpassung, Entwickler nötig)
- Kostenloses Consent-Plugin installieren, das eine auffälligere UX bietet (z. B. Center-Modal statt Bottom-Bar)
- Button „Alle akzeptieren" visuell hervorheben (Primärfarbe nutzen, oft ohne Entwickler möglich)
Wichtig: Auch wenn der Banner auffälliger wird – der Cookie-Einstellungen-Link muss trotzdem dauerhaft erreichbar bleiben, damit Nutzer ihre Entscheidung später ändern können.
Link einfügen: Footer, Offcanvas und Datenschutzerklärung
Jetzt wird es konkret: Du weißt, dass der Link vorhanden sein muss – aber wie fügst du ihn technisch ein? Und wie stellst du sicher, dass er nicht nur auf eine Seite führt, sondern tatsächlich den Consent-Dialog öffnet?
Platzierung 1: Footer-Navigation (ohne Entwickler umsetzbar)
Der Footer ist der klassische Ort für den Cookie-Einstellungen-Link. So gehst du vor:
- Gehe im Backend zu Inhalte → Navigation (oder Inhalte → Navigationen, je nach Version).
- Wähle die Footer-Navigation aus (meist „Footer-Navigation" oder „Service-Menü").
- Klicke auf „Neues Element hinzufügen" oder „Menüpunkt erstellen".
- Trage als Bezeichnung „Cookie-Einstellungen" ein (in allen Sprachen, falls mehrsprachig).
- Im Feld „Link-Typ" wähle je nach Theme/Setup entweder „Externe URL" und trage javascript:void(0) ein, oder nutze ein spezielles Feld für „Consent-Trigger" (falls dein Theme das bietet). Wichtig: Der Link darf nicht auf eine URL zeigen, sondern muss den Consent-Dialog triggern. Falls du unsicher bist, notiere dir diese Stelle – siehe nächster Abschnitt für Details.
- Speichere, lösche den Cache unter Einstellungen → System → Caches und kompiliere das Theme neu unter Inhalte → Themes → Theme neu kompilieren.
- Prüfe im Frontend (Inkognito), ob der Link sichtbar ist und funktioniert.
Platzierung 2: Datenschutzerklärung (ohne Entwickler umsetzbar)
In der Datenschutzerklärung sollte ein klarer Hinweis stehen, dass Nutzer ihre Einwilligungen jederzeit ändern können – inklusive Link. So setzt du das um:
- Gehe zu Inhalte → Shopseiten (oder Inhalte → Einkaufswelten, je nach Setup).
- Öffne deine Datenschutzerklärung.
- Füge einen Textbaustein ein, z. B.: „Sie können Ihre Cookie-Einstellungen jederzeit ändern. Klicken Sie dazu einfach hier: Cookie-Einstellungen öffnen." (Die CSS-Klasse cookie-settings-link ist ein Beispiel – prüfe, ob dein Theme eine spezielle Klasse vorsieht.)
- Speichere die Seite und teste im Frontend.
Platzierung 3: Offcanvas/Sidebar (meist ohne Entwickler umsetzbar, Theme-abhängig)
Auf Mobilgeräten wird der Footer oft anders gerendert – manchmal eingeklappt, manchmal gar nicht sichtbar. Daher ist es sinnvoll, den Link auch im Offcanvas-Menü (dem ausklappbaren Mobilmenü) zu platzieren:
- Prüfe, ob deine Footer-Links automatisch im Offcanvas erscheinen (je nach Theme unterschiedlich).
- Falls nicht: Lege in der Haupt-Navigation oder im Service-Menü einen zusätzlichen Punkt „Cookie-Einstellungen" an (analog zu Schritt 1).
- Teste auf einem echten Smartphone oder in den Chrome DevTools (Device-Modus), ob der Link erreichbar ist.
Was der Link technisch auslösen muss: Shopware-Standard vs. CMP
Der entscheidende Punkt: Der Link darf nicht einfach auf eine URL wie /cookie-einstellungen führen, sondern muss den Consent-Dialog öffnen. Wie das genau funktioniert, hängt von deinem Setup ab:
Shopware-Standard-Trigger (Bordmittel):
Shopware 6 nutzt seit Version 6.4 ein eingebautes Consent-Management. Der Consent-Dialog wird über JavaScript geöffnet. In vielen Themes kannst du einen Link mit einem speziellen HTML-Attribut versehen, z. B.:
<a href="#" data-cookie-configuration-button="true">Cookie-Einstellungen</a>
Dieses Attribut data-cookie-configuration-button="true" ist der Standard-Trigger in Shopware 6. Wenn du den Link manuell in die Datenschutzerklärung einfügst, nutze genau dieses Format. Falls du den Link über die Navigation anlegst, prüfe, ob dein Theme ein entsprechendes Feld bietet (z. B. „Consent-Trigger aktivieren" oder „Cookie-Settings-Link"). Wenn nicht, brauchst du einen Entwickler, der den Link im Template anpasst.
CMP-Plugin-eigene Trigger (z. B. Usercentrics, Cookiebot):
Wenn du ein CMP-Plugin nutzt, liefert dieses meist eine eigene Callback-Funktion oder ein HTML-Attribut. Beispiele (als Referenz, nicht zum direkten Kopieren ohne Prüfung):
- Usercentrics: <a href="#" onclick="UC_UI.showSecondLayer(); return false;">Cookie-Einstellungen</a>
- Cookiebot: <a href="javascript:Cookiebot.show()">Cookie-Einstellungen</a>
Wichtig: Diese Beispiele sind CMP-spezifisch und funktionieren nur, wenn das jeweilige CMP-Script geladen ist. Prüfe immer die Dokumentation deines Plugins oder frage beim Plugin-Support nach dem korrekten Trigger. Kopiere diese Beispiele nicht blind, sondern verwende sie als Orientierung.
Erwartungsmanagement: Was kannst du ohne Entwickler umsetzen?
- Ohne Entwickler möglich: Link in Footer-Navigation anlegen (falls Theme Consent-Trigger-Feld bietet), Link in Datenschutzerklärung einfügen (falls du HTML-Editor-Zugriff hast und weißt, wie du data-cookie-configuration-button="true" einträgst), Cache löschen, Theme neu kompilieren, Testing im Inkognito-Modus.
- Entwickler nötig: Theme-Overrides anpassen (z. B. Footer-Template erweitern), CMP-spezifische Trigger integrieren, JavaScript-Fehler debuggen, Custom-CSS für Banner-Positionierung, Consent Mode V2 manuell implementieren (Details dazu findest du auch in unserem Beitrag zu Shopware 6 Consent Mode V2).
Faustregel: Wenn du mit dem Shopware-Standard arbeitest und dein Theme den Consent-Trigger unterstützt, kommst du ohne Entwickler aus. Bei CMP-Plugins oder Theme-Anpassungen brauchst du in der Regel technische Unterstützung. Geschätzter Zeitaufwand für Entwickler: 1–3 Stunden (Setup + Testing + Dokumentation).
Cookie-Hinweis wird nicht angezeigt: Ursachen & schnelle Checks
Du hast alles eingerichtet, aber der Consent-Banner erscheint trotzdem nicht? Oder der Link funktioniert nicht? Hier die häufigsten Ursachen und wie du sie systematisch abarbeitest:
Häufigste Ursachen
- Entscheidung ist bereits gespeichert: Wenn du den Shop im gleichen Browser/Profil mehrfach aufrufst, bleibt deine erste Consent-Entscheidung gespeichert. Der Banner erscheint dann nicht mehr.
- Testen ohne Löschen: Viele testen im normalen Browser, ohne Cookies/Storage zu löschen oder Inkognito zu nutzen.
- Shopware-/HTTP-/CDN-Cache: Änderungen werden im Backend gespeichert, aber der Cache liefert noch die alte Version aus.
- Plugin-Konflikte: Mehrere Consent- oder Tracking-Lösungen laufen parallel (z. B. Shopware-Standard plus ein CMP-Plugin plus manuell eingebundenes GTM-Script). Das führt zu Fehlern, doppelten Bannern oder gar keinem Banner.
- Verkaufskanal-/Domain-Thema: Du testest auf einer Subdomain oder in einem anderen Verkaufskanal, für den der Consent nicht aktiviert ist.
- JS-Fehler: Externe Skripte (z. B. Google Analytics, Facebook Pixel) werden zu früh geladen und brechen das Consent-Script ab. Schau in die Browser-Konsole (F12 → Console) auf Fehlermeldungen.
Schritt-für-Schritt-Checkliste
- Inkognito testen: Öffne deinen Shop in einem Inkognito-/Privatfenster (Strg+Shift+N in Chrome/Edge, Strg+Shift+P in Firefox). Erscheint der Banner jetzt?
- Cookies + Storage leeren: Gehe in die DevTools (F12) → Application → Cookies und Storage. Lösche alle Einträge für deine Shop-Domain. Lade die Seite neu.
- Plugins prüfen: Gehe zu Erweiterungen → Meine Erweiterungen. Stelle sicher, dass nur eine Consent-Lösung aktiv ist. Deaktiviere testweise alle Consent-/Cookie-/Tracking-Plugins außer einem, lösche den Cache und teste erneut.
- Cache leeren + Theme neu kompilieren: Gehe zu Einstellungen → System → Caches und lösche alle Caches. Gehe dann zu Inhalte → Themes, wähle dein aktives Theme und klicke auf „Theme neu kompilieren".
- Verkaufskanal/Domain prüfen: Stelle sicher, dass du den richtigen Verkaufskanal testest (z. B. nicht versehentlich die Staging- statt Live-Domain) und dass für diesen Kanal der Consent aktiviert ist.
- Browser-Konsole checken: Öffne die DevTools (F12) → Console. Gibt es JavaScript-Fehler? Rot markierte Meldungen? Notiere sie und suche gezielt danach oder frage im Shopware-Forum/Support.
In 90 Prozent der Fälle löst einer dieser Schritte das Problem. Falls nicht, wird es technischer – dann brauchst du einen Entwickler.
Tracking nur nach Consent: typische Fehler vermeiden
Ein funktionierender Cookie-Einstellungen-Link hilft wenig, wenn Tracking-Tools trotzdem ohne Einwilligung feuern – oder umgekehrt, trotz Einwilligung nicht funktionieren. Hier die wichtigsten Grundregeln und häufigsten Fehler.
Grundregel: Tracking darf nicht wild feuern
Alle Tracking- und Marketing-Tools (Google Analytics, Google Ads, Facebook Pixel, TikTok Pixel etc.) dürfen erst dann Daten senden, wenn der Nutzer zugestimmt hat. Das bedeutet konkret:
- Skripte dürfen nicht direkt im Theme hart eingebunden sein (z. B. im <head>).
- Stattdessen: Skripte werden nur geladen, wenn die entsprechende Consent-Kategorie aktiv ist (z. B. „Marketing" für Google Ads, „Statistik" für GA4).
- Ausnahme „Notwendig": Nur technisch zwingend erforderliche Cookies (z. B. Session, Warenkorb, CSRF-Token) dürfen ohne Consent gesetzt werden. Tracking-Cookies gehören nicht dazu.
Häufige Praxisfehler
- Doppelte Implementierung: Shopware-Analytics ist aktiviert und ein GA4-Plugin ist installiert und GTM ist manuell im Theme eingebunden. Ergebnis: dreifaches Tracking, Consent wird ignoriert.
- Tags feuern vor Consent: Google Tag Manager wird im Theme direkt geladen, ohne auf Consent zu warten. Alle Tags feuern sofort, auch ohne Einwilligung.
- Consent Mode V2 nicht korrekt implementiert: Google verlangt seit März 2024 Consent Mode V2 für EU-Traffic. Viele Shopware-Setups unterstützen das nicht automatisch – hier braucht es Plugin oder manuelle Anpassung.
Consent Mode V2: Überblick und Entscheidungshilfe
Es gibt zwei Ansätze:
- GTM erst nach Zustimmung laden: Der Google Tag Manager wird komplett blockiert, bis der Nutzer zustimmt. Einfach umzusetzen, aber: Keine Daten für denied-Zustand (z. B. für Consent-Conversion-Tracking). Für kleine Shops meist ausreichend.
- GTM mit denied laden und später updaten: GTM läuft sofort, sendet aber nur denied-Signale für alle Kategorien. Nach Zustimmung werden die Signale auf granted aktualisiert. Empfohlen von Google, aber komplexer zu implementieren. Für größere Shops mit vielen Tools sinnvoll.
Wichtig: Der Shopware-Standard-Consent kann Consent Mode V2 nicht automatisch umsetzen. Du brauchst entweder ein passendes Plugin (z. B. ein GA4/GTM-Plugin mit Consent-Mode-Unterstützung, Kosten ca. 50–150 Euro einmalig) oder eine manuelle Implementierung durch einen Entwickler (geschätzter Aufwand: 2–4 Stunden).
Mini-Check: Läuft Tracking nur nach Consent?
- Öffne deinen Shop im Inkognito-Modus, DevTools (F12) → Network.
- Lehne alle Cookies ab (oder wähle nur „Notwendig").
- Prüfe im Network-Tab: Werden trotzdem Requests an google-analytics.com, googletagmanager.com, facebook.com etc. gesendet? Falls ja: Fehler. Tracking läuft ohne Consent.
- Öffne die Cookie-Einstellungen, aktiviere „Marketing" und „Statistik", speichere.
- Lade die Seite neu und prüfe erneut im Network-Tab: Jetzt müssen die Requests erscheinen.
Falls das nicht funktioniert, prüfe deine GTM-/GA4-/Ads-Implementierung bzw. frage einen Entwickler oder Consent-Plugin-Support. Typische Ursache: GTM wird zu früh geladen oder Consent-Signal wird nicht korrekt an GTM übergeben.
Externe Inhalte entsperren (YouTube/Vimeo/reCAPTCHA)
Eine der häufigsten Beschwerden im Support: „YouTube-Videos werden nicht angezeigt" oder „reCAPTCHA blockiert das Kontaktformular". In beiden Fällen liegt die Ursache meist im Consent-Management: Externe Inhalte dürfen erst nach Einwilligung geladen werden.
Erwartetes Verhalten
- Vor Consent: Statt des YouTube-Videos oder der Google-Maps-Karte erscheint ein Platzhalter mit Hinweistext wie „Um diesen Inhalt zu sehen, müssen Sie externe Medien aktivieren" und einem Link „Inhalte entsperren" oder „Cookie-Einstellungen öffnen".
- Nach Consent: Sobald der Nutzer die entsprechende Kategorie aktiviert (z. B. „Externe Medien" oder „Marketing"), wird das Video/die Karte nachgeladen.
Sonderfall reCAPTCHA
reCAPTCHA (von Google) erfordert oft die Kategorie „Notwendig" oder „externe Medien". Ist diese nicht freigegeben, erscheint im Formular ein Hinweis wie „Bitte aktivieren Sie Cookies, um das Formular absenden zu können" – inklusive Link zu den Cookie-Einstellungen. Stelle sicher, dass dieser Link funktioniert, sonst können Nutzer das Formular nicht absenden und verlassen frustriert deinen Shop.
Wie du das testest
- Öffne deinen Shop im Inkognito-Modus.
- Lehne alle Cookies ab (oder wähle nur „Notwendig").
- Navigiere zu einer Seite mit YouTube-Video, Google Maps oder reCAPTCHA-Formular.
- Prüfe: Erscheint ein Platzhalter? Ist der Link „Cookie-Einstellungen" sichtbar und funktioniert er?
- Öffne die Cookie-Einstellungen, aktiviere die entsprechende Kategorie, speichere und lade die Seite neu.
- Prüfe: Wird das Video/die Karte/das Captcha jetzt geladen?
Falls nicht, prüfe, ob dein Theme/Plugin die Einbettungen korrekt behandelt (Stichwort: Consent-aware Embeds oder Lazy Loading nach Consent). Viele Themes unterstützen das nicht von Haus aus – dann brauchst du ein Plugin oder einen Entwickler.
Datenschutzerklärung: Cookie-Einstellungen transparent dokumentieren
Die Shopware Datenschutzerklärung ist nicht nur rechtlich vorgeschrieben, sondern auch der zentrale Ort, an dem Nutzer verstehen, welche Daten verarbeitet werden und wie sie ihre Einwilligungen verwalten können. Hier sollte der Cookie-Einstellungen-Link prominent platziert sein – und zwar so, dass Nutzer ihn sofort finden, wenn sie nach „Einwilligungen ändern" oder „Cookies verwalten" suchen.
Was in der Datenschutzerklärung stehen sollte
- Hinweis auf jederzeitige Änderbarkeit: „Sie können Ihre Einwilligungen jederzeit ändern oder widerrufen."
- Link Cookie-Einstellungen: Direkt im Text verlinken, z. B. „Hier können Sie Ihre Cookie-Einstellungen öffnen."
- Kurze Erklärung der Kategorien: Was bedeutet „Statistik", „Marketing", „externe Medien"? Welche Dienste fallen darunter (z. B. Google Analytics, YouTube, Facebook Pixel)?
- Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Für rechtsverbindliche Auskünfte wende dich an einen Fachanwalt für IT-Recht oder Datenschutzbeauftragten. Die DSGVO verlangt u. a., dass Nutzer ihre Einwilligung jederzeit widerrufen können und dass dies ebenso einfach sein muss wie die Erteilung. Ein funktionierender Cookie-Einstellungen-Link ist dafür zentral.
Wo du die Datenschutzerklärung in Shopware pflegst
Je nach Setup findest du die Datenschutzerklärung unter:
- Inhalte → Shopseiten (oder Inhalte → Einkaufswelten)
- Dort meist als Seite „Datenschutz" oder „Datenschutzerklärung" angelegt
- Alternativ: als CMS-Seite im Inhalte → Layouts-Bereich
Wenn du die Datenschutzerklärung aktualisierst (z. B. nach einem Tool-Wechsel oder Relaunch), vergiss nicht, auch den Cookie-Einstellungen-Link zu prüfen und ggf. anzupassen. Typischer Fehler: Nach einem Consent-Plugin-Wechsel führt der alte Link ins Leere.
Fazit: Cookie-Einstellungen-Link als Pflicht und Chance
Stell dir vor, du öffnest deinen frisch relaunschten Shop auf dem Smartphone, scrollst durch den Footer und klickst auf „Cookie-Einstellungen" – und tatsächlich: Der Consent-Dialog öffnet sich sofort, ohne Verzögerung, ohne Seitenwechsel. Du änderst deine Einwilligung, speicherst, und siehst, wie YouTube-Videos und Google Maps jetzt korrekt laden. Du wechselst ins Backend, prüfst die Bestellungen und siehst bei jeder den Campaign-Code, der dir zeigt, woher der Traffic kam. Kein Fehler, kein Support-Ticket, kein Stress mit der Datenschutzbeauftragten – alles läuft.
Genau das ist das Ziel: Ein Cookie-Einstellungen-Link in Shopware 6, der nicht nur rechtlich vorgeschrieben ist, sondern auch technisch einwandfrei funktioniert und deinen Nutzern echte Kontrolle gibt. Die wichtigsten Punkte noch einmal:
- Der Link muss jederzeit erreichbar sein: Footer, Datenschutzerklärung, Offcanvas – und er muss den Consent-Dialog öffnen, nicht auf eine Seite führen.
- Häufigste Fehler sind fehlende Auffindbarkeit mobil, Cache/Theme-Overrides und doppelte Consent-/Tracking-Setups. Mit den Checklisten aus diesem Artikel findest du sie schnell.
- Entscheidungshilfe: Shopware-Standard reicht für einfache Setups (wenige Tools, DSGVO-Grundlagen), CMP-Plugins sind sinnvoll bei vielen Tools, Multi-Jurisdiktion oder Consent Mode V2-Anforderungen (Kosten: ab ca. 100 Euro/Monat).
- Erwartungsmanagement: Footer-Link anlegen, Datenschutzerklärung aktualisieren, Cache löschen und Testing kannst du ohne Entwickler umsetzen (Zeitaufwand: 15–30 Minuten). Theme-Anpassungen, CMP-Integration und Consent Mode V2 erfordern meist Entwickler-Support (1–4 Stunden).
- Definition of Done für Tracking: Vor Consent keine Requests an GA/GTM/FB etc., nach Consent müssen sie feuern. Testing im Network-Tab der DevTools (F12) ist Pflicht.
Mit diesem Wissen bist du bestens gerüstet, um den Shopware 6 Cookie-Einstellungen-Link sauber zu implementieren, zu testen und dauerhaft lauffähig zu halten – und wenn du beim Setup, Theme-Overrides oder Tracking/Ads-Unterbau Unterstützung brauchst, hilft dir eine Google-Shopping-Agentur bzw. ein passendes E-Commerce-Team beim sauberen Zusammenspiel aus Consent und Marketing-Setups.
