Es ist Montagmorgen, 9 Uhr. Im Besprechungsraum eines mittelständischen Unternehmens sitzen Marketing, IT und Geschäftsführung zusammen. Auf dem Tisch: steigende Anfragen aus dem Onlinebereich, stagnierende Conversions im bestehenden Shop und eine wachsende Abhängigkeit von Amazon und eBay. Die Geschäftsführerin bringt es auf den Punkt: „Wir brauchen einen eigenen Shop, der heute verkauft und morgen nicht im Weg steht – aber wie setzen wir das technisch und wirtschaftlich sinnvoll auf?"
Die IT-Leitung ergänzt: „Wir brauchen Stabilität, saubere Schnittstellen zu unserem ERP und ein System, das wir auch in drei Jahren noch updaten können." Das Marketing-Team nickt: „Und wir wollen endlich vernünftig SEO machen, Kampagnen fahren und nicht bei jeder Aktion Angst vor Serverausfällen haben."
Genau diese Situation ist typisch: Der Weg in den professionellen E-Commerce ist klar, aber welches System bietet die richtige Grundlage – für Wachstum, Skalierung und vor allem: für einen planbaren, wartbaren Betrieb?
In diesem Artikel erfährst du, wie Shopware als E-Commerce-Plattform funktioniert, für wen das System geeignet ist, wie es sich von Alternativen unterscheidet und worauf du bei Projektstart, Betrieb und Weiterentwicklung achten musst. Statt allgemeiner Theorie bekommst du einen strukturierten Entscheidungsleitfaden mit Quickcheck, Kostenrealität, Systemvergleich und konkreter RFP-Checkliste.
Bevor du dich in Details verlierst, solltest du prüfen, ob dein Unternehmen die Mindestvoraussetzungen für einen erfolgreichen Shopware-Einsatz erfüllt. Die Systemwahl ist auch eine Prozesswahl – und ohne klare Verantwortlichkeiten, Datenqualität und Betriebskonzept wird selbst die beste Plattform scheitern.
Shopware ist eine gute Wahl, wenn:
Shopware ist eher nicht die richtige Wahl, wenn:
Um die Entscheidung greifbarer zu machen, hier drei realistische Szenarien mit konkreten Empfehlungen:
Profil 1: Wachsender B2C-Händler (200–1.000 Produkte, 50–200 Bestellungen pro Monat)
Typisch: Kleiner Onlineshop will von Marktplatz-Abhängigkeit wegkommen, erste eigene Markenbildung, wachsende SEO-Ambitionen.
Empfohlene Edition: Shopware Professional – niedrigere Lizenzkosten, ausreichend für Standard-B2C.
Setup: Standard-Theme mit leichten Anpassungen, Basis-Payment wie PayPal, Kreditkarte, Kauf auf Rechnung, Standard-Versandintegration wie DHL oder DPD, einfache ERP-Anbindung über REST-API oder CSV-Import.
Kosten initial: 20.000–40.000 Euro für Setup, Theme und Basisintegrationen.
Kosten laufend: 8.000–15.000 Euro pro Jahr für Hosting, Wartung und kleinere Updates.
Erfolgsfaktoren: Klarer Product Owner intern, saubere Produktdaten von Anfang an, strukturierte Content-Pflege wie Kategorien und Produktbeschreibungen, einfache aber saubere SEO-Grundlagen mit URL-Struktur, Meta-Daten und Sitemap.
Profil 2: Etablierter B2C/B2B-Hybrid (1.000–5.000 Produkte, 200–1.000 Bestellungen pro Monat)
Typisch: Mittelständler mit gewachsenem Geschäft, ERP bereits im Einsatz, erste B2B-Kunden mit individuellen Preisen, Internationalisierung angedacht.
Empfohlene Edition: Shopware Enterprise oder Beyond – je nach B2B-Anforderungen wie kundenspezifische Preise, Freigabeprozesse und Rollen.
Setup: Individuelles Theme, bidirektionale ERP-Integration mit Bestellungen, Beständen, Preisen und Kundendaten, erweiterte Suche mit Elasticsearch oder OpenSearch, mehrstufiger Checkout, erweiterte Zahlungsoptionen, erste Internationalisierung mit 2–3 Ländern und Sprachen.
Kosten initial: 60.000–120.000 Euro für individuelles Theme, komplexe Integration, Testing und Migration von Altshop.
Kosten laufend: 20.000–40.000 Euro pro Jahr für höheres Hosting, regelmäßige Updates, erweiterte Wartung und Content-Team.
Erfolgsfaktoren: Dediziertes Team mit Product Owner, IT-Schnittstelle zu ERP und Marketing/Content, klare Datenverantwortung für die Pflege, strukturiertes Change Management für Updates, SEO-Roadmap mit kontinuierlicher Optimierung.
Profil 3: Komplexer B2B-Player oder Multi-Brand-Setup (5.000+ Produkte, 1.000+ Bestellungen pro Monat)
Typisch: Großer B2B-Händler oder Hersteller mit direktem Endkundengeschäft, komplexe Preislogik, mehrere Marken oder Shops, PIM im Einsatz, hohe Performance-Anforderungen.
Empfohlene Edition: Shopware Beyond oder Enterprise mit individuellen SLAs.
Setup: Headless oder API-First-Architektur möglich, hochperformante Infrastruktur mit CDN, Redis, Elasticsearch oder OpenSearch, Varnish oder HTTP-Cache, PIM-Integration, komplexe Rollen und Freigaben, Multi-Store-Setup, erweiterte B2B-Features wie Angebotsprozess, Rahmenverträge und Budgets.
Kosten initial: 150.000–300.000+ Euro für Custom Development, High-Performance-Architektur, umfangreiche Integrationen und Change Management.
Kosten laufend: 40.000–80.000+ Euro pro Jahr für Managed Hosting mit SLA, dedizierter Support, kontinuierliche Weiterentwicklung, A/B-Testing und Conversion-Optimierung.
Erfolgsfaktoren: Vollständiges internes E-Commerce-Team, klare IT-Governance, strukturiertes Release Management, datengetriebene Optimierung mit Analytics, Heatmaps und User Testing, enge Zusammenarbeit mit spezialisierten Dienstleistern.
Die Entscheidung für ein Shopsystem ist keine Geschmacksfrage, sondern eine strategische Weichenstellung. Hier die wichtigsten Alternativen im direkten Vergleich – mit klarer Einordnung zu typischen Missverständnissen:
| System | Stärken | Schwächen | Passt wenn |
|---|---|---|---|
| Shopify | Schneller Start, SaaS ohne Infrastruktur, solide Basis-Features, große App-Auswahl | Wenig Kontrolle, Vendor Lock-in, Transaktionsgebühren außer Shopify Payments, ERP-Integration oft über Drittanbieter-Apps mit zusätzlichen Kosten, limitierte Individualisierung bei komplexen B2B-Anforderungen | Du willst schnell starten, B2C-Standard, keine komplexen Integrationen, geringe IT-Ressourcen, akzeptierst laufende Gebühren für Komfort |
| Shopware-Agentur | WordPress-Ökosystem, günstig, große Plugin-Auswahl, flexibel für Content-lastige Projekte | Performance-Probleme ab ca. 500–1.000 Produkten je nach Hosting und Server, Plugin-Chaos bei vielen Erweiterungen, WordPress-Sicherheitsrisiken, technisch anspruchsvoll bei Skalierung | Du hast bereits WordPress, kleines Sortiment unter 500 Produkte, Content-lastig, begrenztes Wachstum, technisches Know-how vorhanden |
| Magento/Adobe Commerce | Extrem flexibel, hochgradig skalierbar, mächtige B2B-Features, Enterprise-Grade für sehr große Sortimente und komplexe Multi-Store-Szenarien | Sehr hohe Komplexität, teure Projekte oft 200.000+ Euro initial, lange Time-to-Market mit 6–12+ Monaten, hoher Betriebsaufwand, steile Lernkurve, spezialisierte Entwickler nötig | Enterprise-Anforderungen, sehr große Sortimente ab 10.000+ Produkte, komplexe Multi-Store-Szenarien, hohes Budget ab 300.000+ Euro über 3 Jahre, dediziertes Tech-Team |
| Shopware | Modulare Architektur, gute Balance zwischen Flexibilität und Standard, starke Content- und SEO-Features, saubere API, updatefähig, B2B-Optionen editionsabhängig, deutscher Markt stark vertreten | Selbsthosting bedeutet Betriebsverantwortung mit Monitoring, Updates und Security, erfordert strukturierte Datenqualität, höhere Anfangsinvestition als SaaS, Ökosystem kleiner als Shopify | Wachstumsperspektive, ERP- oder PIM-Integration wichtig, Content und SEO zentral, B2B oder Internationalisierung geplant, du willst Kontrolle über Infrastruktur behalten |
Einordnung zu typischen Fehleinschätzungen
Entscheidungsmatrix: Welches System für welchen Bedarf?
| Kriterium | Shopify | WooCommerce | Shopware | Magento |
|---|---|---|---|---|
| Time-to-Market | Sehr schnell (Wochen) | Schnell (Wochen) | Mittel (Monate) | Langsam (Monate+) |
| ERP-Integration | Begrenzt (App-abhängig) | Mittel (Plugin-abhängig) | Stark (REST-API, flexibel) | Sehr stark (Enterprise-Grade) |
| Content/SEO | Basis (Blog, Seiten) | Stark (WordPress-Ökosystem) | Stark (CMS-Elemente, Shopping Experiences) | Mittel (Content-Staging komplex) |
| B2B-Features | Schwach (nur mit Apps) | Schwach (Plugins nötig) | Gut (Beyond/Enterprise: Rollen, Preise, Freigaben) | Sehr gut (nativ stark) |
| Betriebsaufwand | Gering (SaaS, Updates automatisch) | Mittel-hoch (WordPress-Updates, Plugin-Chaos) | Mittel (strukturiert planbar) | Hoch (dediziertes Ops-Team) |
| Skalierung | Gut (automatisch, Traffic-Peaks abgedeckt) | Begrenzt (ab 1.000 Produkten kritisch) | Gut (selbst gesteuert, horizontal skalierbar) | Sehr gut (Enterprise-Infrastruktur) |
Shopware ist eines der führenden E-Commerce-Systeme in Deutschland und hat sich als flexible, skalierbare Plattform für KMU bis große Händler etabliert. Anders als starre Baukastensysteme bietet Shopware ein modulares Ökosystem: Du kannst mit einem schlanken Setup starten und später Funktionen, Integrationen und individuelle Anpassungen ergänzen – ohne das System komplett neu bauen zu müssen.
Grundprinzip von Shopware
Shopware 6 vs. Shopware 5: Welche Version ist heute relevant?
Shopware 6 ist der aktuelle Standard und wird aktiv weiterentwickelt. Die Architektur basiert auf Symfony, bietet eine moderne Admin-Oberfläche und ist API-First konzipiert – alle Shop-Funktionen können über Schnittstellen angesteuert werden. Das macht Shopware 6 zukunftsfähig für Headless-Commerce, Mobile Apps und komplexe Integrationen.
Shopware 5 ist technisch veraltet und läuft in vielen Unternehmen noch als Altbestand. Typische Gründe für eine Migration: veraltete Technologie, fehlende Update-Sicherheit, schrumpfendes Plugin-Ökosystem, eingeschränkte Skalierbarkeit. Wenn du heute noch auf Shopware 5 läufst, solltest du zeitnah eine Migration planen.
Migrationsrealität: Eine Migration von Shopware 5 zu Shopware 6 ist kein Knopfdruck, sondern ein strukturiertes Projekt. Du musst Daten wie Produkte, Kunden und Bestellhistorie, URLs für SEO, Plugins – viele müssen neu entwickelt oder ersetzt werden – und Prozesse sauber überführen. Ein durchdachter Redirect-Plan, strukturierte Content-Migration und Test-Indexierung sind essenziell.
Die Frage nach den Kosten ist berechtigt – und die Antwort ist differenziert. Shopware bietet verschiedene Editionen, aber die Gesamtkosten setzen sich aus Projekt-, Betriebs- und Weiterentwicklungskosten zusammen.
Editionen und Lizenzlogik
Shopware bietet unterschiedliche Editionen – von Community, kostenlos aber ohne Support und mit funktionalen Einschränkungen, bis zu Professional, Enterprise und Beyond mit erweiterten B2B-Funktionen, Premium-Support und SLA. Welche Edition passt, hängt von deinem Geschäftsmodell ab: B2C-Händler mit Standardbedarf kommen oft mit günstigeren Editionen aus, B2B-Unternehmen mit kundenspezifischen Preisen, Rollen und Freigabeprozessen brauchen mehr Funktionstiefe.
Realistische Kostenspannen
Hier konkrete Orientierungswerte basierend auf typischen Projekten:
| Projekttyp | Initiale Projektkosten | Laufende Kosten (jährlich) | Typische Aufwandstreiber |
|---|---|---|---|
| MVP Basic | 15.000–35.000 € | 5.000–10.000 € | Standard-Theme leicht anpassen, Basis-Integration mit Payment und Versand, einfache Produktstruktur bis 500 Produkte, wenige Plugins |
| Wachstums-Setup | 40.000–90.000 € | 12.000–25.000 € | Individuelles Theme, ERP-Anbindung über REST-API, erweiterte Suche und Filter, SEO-Struktur, Content-Migration, Staging, Performance-Tuning |
| Komplexe Integration / B2B | 100.000–250.000+ € | 30.000–60.000+ € | Kundenspezifische Preise, Rollen und Freigaben, PIM-Integration, mehrsprachig ab 3+ Länder, Custom-Features, Headless oder API-Architektur, High-Performance-Infrastruktur |
Laufende Kostenblöcke – oft unterschätzt
Nach dem Go-live fallen kontinuierlich Kosten an:
Wichtig: Die laufenden Kosten summieren sich oft auf 20.000–60.000 Euro pro Jahr – und sind entscheidend für langfristigen Erfolg. Unternehmen, die nur die initialen Projektkosten budgetieren, geraten nach Go-live schnell in Schwierigkeiten.
Wenn du Angebote von Agenturen oder Dienstleistern einholst, solltest du strukturiert vorgehen. Hier die wichtigsten Punkte für dein Request for Proposal:
Was ins RFP gehört
Fragen fürs Angebotsgespräch
Red Flags bei Angeboten
Performance ist nicht nur „schneller Shop", sondern direkter Conversion-Hebel. Langsame Ladezeiten kosten Umsatz – aber was heißt „schnell" konkret?
Core Web Vitals: Die wichtigsten Metriken
Google nutzt drei zentrale Metriken zur Bewertung der Nutzererfahrung:
Wichtig: Diese Werte sind nicht absolut, sondern hängen stark von Kontext ab: Sortimentsgröße, Traffic-Muster, Hosting, Caching-Strategie, verwendete Plugins. Ein Shop mit 10.000 Produkten, komplexen Filtern und hohem Traffic braucht andere Infrastruktur als ein kleiner B2C-Shop mit 200 Produkten.
Typische Performance-Hebel für Nicht-Techniker
Einordnung: „Ab 1.000 Produkten Elasticsearch Pflicht" ist keine harte Regel, sondern Faustregel. Entscheidend sind: Filtertiefe mit vielen Attributen, Sortiment-Komplexität mit Varianten, Traffic-Muster mit vielen parallelen Nutzern, Cache-Hit-Rate für gecachte Anfragen. Ein gut optimierter Shop mit 1.500 Produkten kann mit MySQL performant laufen – ein schlecht optimierter Shop mit 800 Produkten und komplexen Filtern braucht Elasticsearch.
SEO ist mehr als Meta-Tags. Es geht um Informationsarchitektur, indexierbare Inhalte, interne Verlinkung und technische Performance.
Technisches SEO: Shopware-spezifische To-dos
Inhaltliches SEO: Keyword-Cluster und Content-Architektur
Shopware-spezifische SEO-Features nutzen
SEO-Relaunch/Migration: Checkliste
Traffic allein bringt keinen Umsatz. Entscheidend ist, wie viele Besucher zu Käufern werden.
Suche und Filter: Der kritischste Conversion-Hebel
Bei großen Sortimenten ist die Suche der wichtigste Conversion-Hebel. Nutzer, die nicht finden, kaufen nicht. Shopware unterstützt Elasticsearch oder OpenSearch – aber du musst Datenqualität mit Attributen und Kategorien sowie Relevanz-Tuning sicherstellen. Typische Maßnahmen: Suggest mit Auto-Complete, Synonyme wie „Hose" = „Jeans", Boosting für wichtige Produkte höher ranken, Faceted Search mit Filter nach Attributen.
Checkout-Optimierung
Jeder zusätzliche Schritt kostet Conversion. Optimiere: Zahlungsarten mit PayPal, Kreditkarte und Kauf auf Rechnung als Pflicht in DACH, Gastkauf ohne Account-Zwang, Klarheit bei Versand und Retouren mit transparenten Kosten und Laufzeit, Trust-Elemente mit Siegel, Bewertungen und Geld-zurück-Garantie.
Mobile First: Mehr als Responsive Design
Über 50 Prozent des Traffics kommt mobil. Navigation mit Hamburger-Menü und klarer Hierarchie, Geschwindigkeit mit Lazy Loading und WebP, Thumb-Zones mit wichtigen CTAs im unteren Bildschirmbereich, Formular-Usability mit Auto-Fill und große Eingabefelder.
Shopware-spezifische Conversion-Features
Die meisten Unternehmen haben bereits Systeme: ERP, PIM, CRM, Warenwirtschaft. Shopware muss sich nahtlos integrieren.
„Quelle der Wahrheit" definieren
Wo entstehen Preise? Wo liegen Bestände? Wo werden Produktdaten gepflegt? Wenn mehrere Systeme widersprüchliche Daten liefern, wird es chaotisch. Definiere klar: Welches System ist für welche Daten führend? Typisch: ERP für Preise, Bestände und Bestellungen, PIM für Produktdaten und Medien, Shopware für Kategorien, Content und UX.
Schnittstellenstrategie: Standard vs. Custom
Standard-Connector wie für SAP, Microsoft Dynamics oder JTL oder individuelle Integration? Standard ist schneller und wartbarer, Individual bietet mehr Flexibilität – aber auch mehr Aufwand. Faustregel: Wenn Standard 80 Prozent abdeckt, nutze Standard.
Typische Integrations-Fallen
Externe Dienstleister können viel, aber nicht alles. Du brauchst intern:
Rollen und Verantwortlichkeiten
Datenverantwortung
Wer pflegt Produktdaten? Wer liefert Bilder, Attribute, Varianten, Preise, Lager und Versanddaten? Ohne klare Verantwortung stagniert der Shop.
KPI-Setup
Tracking-Plan für welche Events gemessen werden, Dashboard wer welche Daten sieht, Reporting-Rhythmus wöchentlich oder monatlich, Ownership wer wertet aus und wer entscheidet.
Zurück zur Eingangsszene: Das Unternehmen hat die Entscheidung getroffen. Statt weiter auf Amazon und eBay angewiesen zu sein, baut es einen eigenen, professionellen Onlineshop mit Shopware auf – gemeinsam mit einer Shopware-Agentur. Die Geschäftsführerin hat einen klaren Product Owner benannt, der intern für den Shop verantwortlich ist. Die IT hat ein Betriebskonzept entwickelt: Managed Hosting, Staging-Umgebung, regelmäßige Updates und Monitoring. Das Marketing hat eine SEO-Roadmap erstellt: Kategorien, Ratgeber und interne Verlinkung. Die Datenqualität wurde geprüft und bereinigt, die ERP-Anbindung konzipiert. Ein Dienstleister unterstützt bei Entwicklung, Testing und Go-live.
Sechs Monate später: Der Shop ist live. Die ersten Conversions laufen, SEO-Traffic steigt, Kampagnen performen stabil. Aber das Team weiß: Ein Shop ist nie „fertig". Es gibt eine Roadmap für die nächsten Quartale – A/B-Tests im Checkout, erweiterte Filter, neue Zahlungsarten, internationaler Rollout. Shopware ist nicht mehr nur ein Tool, sondern die zentrale Plattform für digitales Wachstum.
Wenn du heute nur drei Dinge tust, dann diese:
Shopware ist eine starke E-Commerce-Plattform – aber Erfolg hängt nicht am System allein, sondern an Setup, Datenqualität, Prozessen, Verantwortlichkeiten und kontinuierlicher Optimierung. Nutze diesen Leitfaden als Orientierung – und starte mit klarem Plan, realistischen Erwartungen und dem Wissen, dass E-Commerce ein Marathon ist, kein Sprint.