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Shopware Agentur Kiel: E-Commerce-Probleme mit Shopware 6 lösen

Geschrieben von René Kremer | 30.01.2026

Es ist Montagmorgen. Die Bestellungen aus dem Wochenende sind eingetroffen – eigentlich ein guter Start. Doch beim Blick in die Analytics stockt dir der Atem: Die Checkout-Abbruchrate liegt wieder bei 68 Prozent, die Ladezeit der Produktseiten kratzt an den vier Sekunden, und das Support-Postfach quillt über mit Fragen zu Lieferzeiten und Zahlungsoptionen. Gleichzeitig meldet sich dein Lagerleiter, weil die ERP-Anbindung schon wieder manuelle Nacharbeit erfordert. Du weißt: So kann es nicht weitergehen. Die Frage ist nur – brauchst du wirklich Shopware, und wenn ja, lohnt sich eine Shopware Agentur in Kiel, oder reicht ein Freelancer oder dein Inhouse-Team?

Dieser Artikel gibt dir einen klaren Plan: Welche Baustellen zuerst zählen, was das grob kostet und dauert, welche Risiken du vermeiden solltest und wie du die richtige Unterstützung findest – ohne dich zu verzetteln.

Shopware 6 kurz erklärt – praxisorientiert für Einsteiger

Shopware 6 ist ein flexibles E-Commerce-System aus Deutschland, entwickelt für wachsende Online-Shops. Anders als einfache Baukasten-Lösungen bietet es dir mehr Anpassungsmöglichkeiten – ohne dass du sofort ein großes Entwicklerteam brauchst. Es gibt zwei Hauptvarianten:

Community Edition (kostenlos): Open-Source-Basis, die du selbst hosten kannst. Du behältst volle Kontrolle über deine Daten und kannst das System über Plugins und Themes erweitern. Ideal, wenn du technische Ressourcen hast oder mit einer Agentur zusammenarbeitest.

Commercial Edition (kostenpflichtig): Erweitert die Community Edition um zusätzliche Features wie erweiterte B2B-Funktionen, Priority-Support und exklusive Plugins. Wird häufig von mittelständischen Unternehmen mit komplexeren Anforderungen gewählt.

Typische Gründe für Shopware 6:

  • Anpassbarkeit: Du kannst Prozesse, Preislogiken und Checkout-Abläufe individuell abbilden – ohne den System-Kern anzufassen.
  • Integrationen: ERP, Warenwirtschaft, Payment, Versand – alles lässt sich über Schnittstellen sauber anbinden.
  • Skalierung: Das System wächst mit dir (Internationalisierung, mehrere Verkaufskanäle, größeres Sortiment).
  • Datenhoheit: Du entscheidest, wo deine Daten liegen – wichtig für Compliance und Datenschutz.

Wo Shopware an Grenzen stößt – die ehrliche Einordnung:

  • Wenn du in zwei Wochen live sein musst und keine technischen Ressourcen hast, sind Systeme wie Shopify schneller.
  • Wenn du keine Zeit für Updates und Wartung hast, kann der Betriebsaufwand zur Belastung werden.
  • Wenn dein Shop sehr einfach ist (wenige Produkte, keine besonderen Prozesse), kann Shopware zu komplex sein.

Kosten-Überblick (grob):

  • Community Edition: Lizenz kostenlos, aber Kosten für Hosting (ab ca. 50 Euro monatlich), Entwicklung und Anpassungen, Plugins (0–200 Euro monatlich je nach Bedarf).
  • Commercial Edition: Lizenzkosten ab ca. 2.000 Euro jährlich (je nach Umsatz), plus Hosting und Anpassungen.
  • Typische Projekt-Investition für mittlere Shops: 15.000–50.000 Euro (Setup, Theme, Integrationen, Migration).

Wann sich eine Shopware Agentur in Kiel wirklich lohnt

Nicht jedes Shop-Problem erfordert sofort eine Agentur. Manchmal reicht ein erfahrener Freelancer, manchmal kannst du intern viel bewegen. Die Entscheidung hängt von konkreten Triggern ab – und die solltest du ehrlich durchgehen, bevor du Zeit und Budget investierst.

Typische Auslöser für externe Unterstützung:

  • Du planst einen Relaunch oder eine Migration von Shopware 5, Shopify oder einem anderen System zu Shopware 6.
  • Dein Sortiment wächst stark, Internationalisierung steht an oder du brauchst B2B-Funktionen.
  • Performance-Probleme: Der Shop ist langsam, Kunden beschweren sich über Ladezeiten.
  • Conversion stagniert: Traffic ist da, aber Checkout-Abbrüche und schwache Produktseiten kosten dich Umsatz.
  • SEO-Sichtbarkeit sinkt: Rankings brechen ein oder nach einem Relaunch fehlen Weiterleitungen.
  • Integrationen fehlen: ERP, Warenwirtschaft, Payment – alles läuft noch manuell.
  • Security und Updates: Updates bleiben liegen, du bist unsicher bei DSGVO-Anforderungen.

Agentur vs. Freelancer vs. Inhouse – so entscheidest du richtig:

  • Agentur: Sinnvoll bei komplexen Projekten (Relaunch, Migration, mehrere Integrationen), wenn du unterschiedliche Disziplinen brauchst (UX, Entwicklung, SEO) und Planungssicherheit willst.
  • Freelancer: Gut für klar abgegrenzte Aufgaben (Plugin-Entwicklung, Performance-Optimierung, SEO-Audit), wenn du intern die Projektsteuerung übernehmen kannst.
  • Inhouse-Team: Macht Sinn, wenn E-Commerce dein Kerngeschäft ist und du dauerhaft Iterationen fährst.

Mini-Entscheidungsbaum:

  • Wenn du ein klar umrissenes Einzelproblem hast → Freelancer.
  • Wenn du ein Projekt mit mehreren Disziplinen und klaren Meilensteinen planst → Agentur.
  • Wenn E-Commerce dein Kerngeschäft ist und du dauerhaft Experimente fährst → Inhouse-Team.

Vorarbeit intern: Was du klären solltest, bevor du startest

Bevor du mit einer Shopware Agentur in Kiel sprichst – oder bevor du überhaupt entscheidest, ob Shopware das richtige System ist – solltest du intern Klarheit schaffen. Sonst verlierst du Zeit in Gesprächen, die am Kern vorbeilaufen.

Ziele und Prioritäten definieren:

  • Welche Umsatz- oder Profit-Ziele verfolgst du (realistisch, messbar)?
  • Welche Märkte willst du bedienen (Deutschland, DACH, EU)?
  • B2C, B2B oder beides? Wie tief ist dein Sortiment?
  • Steht Internationalisierung an (Sprachen, Währungen, Steuern)?

Ist-Zustand und Engpässe identifizieren:

  • Wo gehen Bestellungen oder Prozesse heute kaputt?
  • Welche Kennzahlen sind im roten Bereich (Conversion, Ladezeiten, Traffic)?

Systemlandschaft erfassen:

  • Welche Systeme sind im Einsatz (ERP, Warenwirtschaft, CRM, Newsletter)?
  • Wo laufen heute manuelle Prozesse?
  • Welche Integrationen sind geschäftskritisch?

Ressourcen und Verantwortlichkeiten klären:

  • Wer ist intern Product Owner (Entscheidungen, Priorisierung)?
  • Wer ist IT-Ansprechpartner (technische Abnahme, Betrieb)?
  • Wer liefert Content (Texte, Bilder, Kategoriestruktur)?
  • Wer verantwortet Operations (Prozesse, Versand, Retouren)?

Definition von Erfolg:

  • Lege drei bis fünf Kennzahlen fest, die du verbessern willst (z. B. Conversion Rate von 1,2 Prozent auf 2,0 Prozent, Ladezeit von 3,8 Sekunden auf unter 2,0 Sekunden).
  • Erfasse die Baseline (Ist-Werte), damit du nach Go-Live vergleichen kannst.

Wenn du diese Punkte intern geklärt hast, wird jedes Gespräch mit Agenturen oder Freelancern deutlich effizienter – und du kannst Angebote besser vergleichen.

Vergleich Shopware vs. andere Systeme – neutral und entscheidungsorientiert

Du fragst dich, ob Shopware wirklich die richtige Wahl ist – oder ob Shopify, WooCommerce oder ein anderes System besser passt. Hier eine Kriterienmatrix, die dir hilft, sachlich zu entscheiden.

Kriterium Shopware 6 Shopify WooCommerce
Time-to-Market Mittel (Setup + Anpassungen) Schnell (Template aktivieren) Schnell bis mittel
Anpassbarkeit Hoch (Plugins, API) Eingeschränkt Mittel
Integrationen Flexibel (API-first) App-Ökosystem Plugin-Ökosystem
Datenhoheit Voll (Self-Hosted) Eingeschränkt (SaaS) Voll (Self-Hosted)
Betrieb & Updates Eigene Verantwortung Managed Eigene Verantwortung
B2B-Anforderungen Gut abbildbar Eingeschränkt Eingeschränkt
Kosten (laufend) Hosting + Lizenzen + Betrieb Monatliches Abo + Apps Hosting + Plugins + Wartung

Entscheidungskriterien – so wählst du richtig:

  • Time-to-Market: Shop muss in vier Wochen live sein? → Shopify. Hast du zwei bis vier Monate? → Shopware.
  • Budget: Wenig Budget, schneller Start → Shopify oder WooCommerce. Mittleres Budget, individuelle Anforderungen → Shopware.
  • Integrationen: Viele, komplexe Systeme (ERP, Warenwirtschaft) → Shopware. Standard-Integrationen → Shopify.
  • Individualität: Standardprozesse → Shopify. Individuelle Checkout-Logik, B2B, komplexe Preise → Shopware.
  • Betrieb: Keine IT-Ressourcen → Shopify. Eigene IT oder Dienstleister → Shopware oder WooCommerce.
  • Datenhoheit: Wichtig (Compliance) → Shopware oder WooCommerce. Weniger wichtig → Shopify.
  • B2B: Komplex (Freigaben, Preislisten) → Shopware. Einfach → Shopify Plus oder WooCommerce.

Projektphasen, Zeit und Budget: realistische Erwartungshaltung

Du willst wissen, was auf dich zukommt – zeitlich, organisatorisch, finanziell. Hier bekommst du einen ehrlichen Überblick über typische Projektphasen und grobe Zeitkorridore.

Typische Projektphasen:

  1. Discovery/Analyse: Ziele definieren, Kennzahlen festlegen, Risiken identifizieren (Dauer: ein bis zwei Wochen).
  2. Konzeption: Informationsarchitektur, User Journeys, Wireframes (Dauer: zwei bis vier Wochen).
  3. Implementierung: Theme-Entwicklung, Plugins, Integrationen (Dauer: vier bis zwölf Wochen, je nach Scope).
  4. Content & Daten: Produktdaten migrieren, SEO-Optimierung (Dauer: parallel, zwei bis sechs Wochen).
  5. Testing: Funktionen, Zahlungsarten, Browser/Geräte (Dauer: zwei bis vier Wochen).
  6. Go-Live & Hypercare: Launch, Monitoring, Bugfixing (Dauer: ein bis zwei Wochen intensiv).
  7. Weiterentwicklung: Roadmap abarbeiten, Experimente fahren (laufend).

Grobe Zeitspannen als Orientierung:

  • Einfacher Shop/Relaunch: acht bis zwölf Wochen (einfaches Theme, wenige Integrationen).
  • Komplex mit Integrationen: vier bis sechs Monate (individuelle Anpassungen, Datenmigration).
  • Sehr komplex (B2B, International): sechs bis zwölf Monate.

Kostentreiber – konkret:

  • Anzahl Integrationen: Jede Schnittstelle bedeutet Konzept, Entwicklung, Testing.
  • Datenqualität & Migration: Schlechte Produktdaten = hoher Aufwand.
  • Individual-Checkout/B2B: Freigabeprozesse, kundenindividuelle Preise = mehr Entwicklung.
  • Theme-Komplexität: Standard-Theme anpassen = wenig Aufwand. Individuelles Design = mehr Aufwand.
  • Plugin-Qualität: Schlechte Plugins = Wartungsaufwand und Sicherheitslücken.
  • Testing-Aufwand: Je mehr Zahlungsarten, Länder, Geräte, desto mehr Testzeit.
  • Hosting: Managed Hosting vs. eigene Infrastruktur.

Rollen & Verantwortlichkeiten:

  • Entscheidungen: Product Owner (intern) – priorisiert, nimmt ab.
  • Content/Daten: Content-Team (intern) – liefert Texte, Bilder, Produktdaten.
  • Technik: Agentur/Dienstleister – entwickelt, testet, deployt.
  • Abnahme: Product Owner + Fachbereiche – Testing, Freigabe.
  • Betrieb: IT-Team (intern oder extern) – Hosting, Monitoring, Updates.

Kernkapitel: typische E-Commerce-Herausforderungen und Lösungen

Problem 1: Der Shop verkauft nicht – Conversion optimieren

Du hast Traffic, aber die Conversion Rate ist enttäuschend. Besucher legen Produkte in den Warenkorb, brechen dann aber ab. Was läuft schief?

Typische Ursachen:

  • Unklare Value Proposition: Warum soll ich hier kaufen?
  • Fehlende Trust-Elemente: Keine Bewertungen, keine Gütesiegel, unklare Versandbedingungen.
  • Reibung im Checkout: Zu viele Felder, versteckte Versandkosten.
  • Schwache Produktseiten: Schlechte Bilder, dünne Beschreibungen.
  • Fehlende Versand-Klarheit: Wann kommt die Lieferung?

Shopware-Ansätze:

  • Journey-Optimierung: Kategorie → Produktseite → Warenkorb → Checkout – jede Station auf Reibung prüfen.
  • Shopping Experiences: Nutze das CMS für Nutzenkommunikation (z. B. „Kostenloser Versand ab 50 Euro").
  • Trust-Elemente: Kundenbewertungen, Gütesiegel, FAQ prominent platzieren.

Methodik statt Bauchgefühl:

  1. Baseline messen: Conversion Rate, Add-to-Cart-Rate, Checkout-Abbruch.
  2. Hypothese formulieren: „Wenn wir Lieferzeit im Warenkorb klarer kommunizieren, sinkt Abbruchrate."
  3. Änderung umsetzen: A/B-Test oder zeitlich begrenzt.
  4. Segmentierung: Desktop vs. Mobile, Neukunde vs. Bestandskunde.
  5. Ergebnis prüfen: Hat sich die Metrik verbessert?

Quick Wins für mehr Conversion:

  • Versandkosten und Lieferzeit schon auf Produktseite zeigen.
  • Checkout auf maximal drei Schritte reduzieren.
  • Gast-Checkout aktivieren (keine Zwangsregistrierung).
  • Zahlungsarten prominent zeigen.
  • Trust-Elemente above the fold.
  • Mobile-Checkout optimieren (große Buttons).
  • Retourenbedingungen klar verlinken.
  • Produktbilder: mindestens drei bis fünf Perspektiven, Zoom-Funktion.
  • Produktbeschreibungen: Benefits vor Features.

Problem 2: Der Shop ist langsam – Performance optimieren

Ladezeiten über drei Sekunden, schlechte Core Web Vitals, Kunden beschweren sich – Performance ist ein Conversion-Killer.

Typische Ursachen:

  • Plugin-Wildwuchs: Zu viele Plugins, die sich gegenseitig blockieren.
  • Zu große Medien: Bilder nicht optimiert, kein Lazy Loading.
  • Nicht optimiertes Theme: Viele Includes, große DOMs.
  • Cache/Server-Setup: Cache nicht konfiguriert, kein CDN.
  • Third-Party-Skripte: Tag-Manager, Chat-Tools laden schwer.

Maßnahmen – strukturiert angehen:

  1. Performance-Audit: TTFB, LCP, CLS messen (z. B. mit Lighthouse).
  2. Bildstrategie: WebP-Format, Lazy Loading, CDN nutzen.
  3. Script-Hygiene: Nur notwendige Skripte laden, asynchron laden.
  4. Theme-Performance: Saubere Frontend-Implementierung, kritisches CSS inline.
  5. Infrastruktur: Cache aktivieren, CDN nutzen, Server-Ressourcen prüfen.

Realistische Zielwerte:

  • TTFB: unter 600 Millisekunden (gut), unter 400 Millisekunden (sehr gut)
  • LCP: unter 2,0 Sekunden (gut), unter 1,5 Sekunden (sehr gut)
  • CLS: unter 0,05 (sehr gut)

Problem 3: Wir verlieren Google-Traffic – SEO verbessern

Organischer Traffic sinkt, Rankings brechen ein, nach einem Relaunch ist die Sichtbarkeit im Keller – SEO-Probleme sind oft hausgemacht, aber gut zu fixen.

Typische Baustellen:

  • Duplicate Content: Varianten, Filter-URLs erzeugen identische Inhalte.
  • Indexierungssteuerung: Wichtige Seiten auf noindex, fehlerhafte Canonical-Tags.
  • Thin Content: Kategorieseiten ohne Text, Produktbeschreibungen leer.
  • Interne Verlinkung: Wichtige Seiten schwer erreichbar.
  • Technische Fehler: 404-Fehler ohne Weiterleitung, fehlende Hreflang bei Internationalisierung.

Shopware-Lösungen:

  • SEO-freundliche URLs: Sprechende URLs, Canonical-Tags richtig setzen.
  • Saubere Canonicals: Filter/Sortierungen auf die Hauptkategorie canonicalisieren.
  • Content-Plan: Strukturierte Texte für Kategorien, interne Links zu Produkten.
  • Strukturierte Daten: Product Schema (Name, Preis, Verfügbarkeit, Bewertung).

Nach Relaunch/Migration prüfen:

  1. Redirect-Mapping: Alle alten URLs auf neue URLs weiterleiten (301-Redirects).
  2. Indexierung prüfen: Sind wichtige Seiten indexiert?
  3. Canonical-Tags prüfen: Jede Seite sollte korrekt canonicalisieren.
  4. Sitemap aktualisieren: XML-Sitemap generieren und einreichen.
  5. Hreflang (bei International): Sprach-/Länderversionen korrekt verknüpfen.
  6. Monitoring aufsetzen: Sichtbarkeit, Rankings, Traffic wöchentlich prüfen.

Problem 4: Unsere Prozesse sind zu manuell – Integrationen aufsetzen

Bestellungen werden händisch ins ERP übertragen, Lagerbestände manuell gepflegt, Versandlabels einzeln erstellt – du verlierst Zeit und machst Fehler.

Typische manuelle Prozesse:

  • Bestellungen ins ERP übertragen
  • Lagerbestand synchronisieren
  • Versandlabels erstellen
  • Retouren bearbeiten
  • Rechnungen generieren
  • Kundendaten pflegen

Was typischerweise angebunden wird:

  • Payment: Stripe, PayPal, Klarna
  • Versand: DHL, DPD, UPS – Sendungsverfolgung, Label-Generierung
  • ERP/Warenwirtschaft: SAP, Microsoft Dynamics, Lexware – Bestellungen, Artikel, Lagerbestand
  • PIM: Akeneo, Pimcore – Produktdaten zentral pflegen
  • CRM: Salesforce, HubSpot – Kundendaten, Newsletter
  • E-Mail-Marketing: Mailchimp, Klaviyo
  • Support: Zendesk, Freshdesk

Shopware-Ansatz – API-first verständlich:

Shopware 6 ist API-first – das bedeutet: Alles, was im Shop passiert, lässt sich über Schnittstellen steuern. Du kannst Bestellungen automatisch ins ERP schicken, Lagerbestände in Echtzeit synchronisieren, Versandlabels automatisch generieren.

Plugin vs. Individualintegration:

  • Plugin kaufen, wenn: Standardprozess, aktiver Maintainer, regelmäßige Updates.
  • Individuell entwickeln, wenn: Prozess ist kernrelevant, klare Wartung gesichert.

Datenqualität als Engpass:

Die beste Integration nützt nichts, wenn Produktdaten inkonsistent sind (fehlende Attribute, falsche Kategorien, keine Bilder). Vor jeder Automatisierung: Datenqualität sicherstellen.

Problem 5: Relaunch macht uns Angst – Migration sicher durchführen

Du willst von Shopware 5 auf Shopware 6 migrieren – oder von Shopify/Magento zu Shopware wechseln. Die Angst: SEO-Verluste, Datenchaos, Checkout bricht.

Szenarien:

  • Shopware 5 → Shopware 6: Produktdaten, Kunden, Bestellhistorie, SEO-URLs müssen übertragen werden.
  • Shopify/Magento → Shopware 6: Datenmapping (Felder passen nicht 1:1), Weiterleitungen, Theme komplett neu.

Typische Risiken:

  • SEO-Verluste: Alte URLs ändern sich, Weiterleitungen fehlen.
  • Tracking bricht: Google Analytics, Tag Manager müssen neu integriert werden.
  • Datenqualität: Produktdaten unvollständig oder fehlerhaft.
  • Checkout/Payments: Zahlungsarten müssen neu konfiguriert werden.
  • E-Mail-Templates: Bestellbestätigungen müssen angepasst werden.
  • Rechtstexte: AGB, Widerrufsbelehrung müssen übertragen werden.

Migrationsplan – Schritt für Schritt:

  1. Audit: Ist-Zustand erfassen (Daten, URLs, Plugins, SEO-Status).
  2. Datenmapping: Felder von Alt → Neu mappen, Transformationslogik definieren.
  3. Staging: Testumgebung aufsetzen, Testmigration durchführen.
  4. Testmigration: Vollständige Migration auf Staging, Funktionen testen.
  5. Redirects/SEO: Alle alten URLs erfassen, 301-Redirects setzen.
  6. Go-Live: DNS umstellen, Monitoring aktivieren.
  7. Monitoring/Hypercare: Erste 48 Stunden intensiv überwachen, Bugfixing.

Go-Live-Checkliste:

  • Weiterleitungen getestet
  • Tracking/Consent funktioniert
  • Zahlungsarten getestet
  • E-Mail-Templates geprüft
  • Rechtstexte aktualisiert
  • Backup vorhanden
  • Rollback-Plan definiert
  • Monitoring aktiv
  • Hypercare-Team bereit
  • Kunden informiert

Risiko, Compliance und Sicherheit – die Basics

E-Commerce bedeutet Verantwortung: Kundendaten, Zahlungen, rechtliche Anforderungen. Du musst kein Jurist sein – aber die Basics kennen und umsetzen.

DSGVO-Basics im Shop:

  • Consent-Management: Tracking nur mit Einwilligung, Consent-Tool einbinden.
  • Tracking nur mit Einwilligung: Kein Tracking vor Consent.
  • Auftragsverarbeitungs-Verträge: Mit allen Dienstleistern, die Kundendaten verarbeiten.
  • Datenminimierung: Nur notwendige Daten erheben, alte Daten löschen.

Payment & Security:

  • PCI-DSS: Nutze Payment-Provider (Stripe, PayPal), die PCI-DSS-zertifiziert sind. Dann liegt die Verantwortung beim Provider.
  • Security-Updates: Shopware, Plugins, PHP, Server – Updates zeitnah einspielen.
  • Rechte/Rollen: Nicht jeder Admin braucht volle Rechte.
  • Backup & Restore: Tägliche Backups, Restore getestet.

Betriebsrisiken:

  • Single Point of Failure: Nur ein Entwickler kennt den Code – dokumentieren, Wissen teilen.
  • Fehlende Doku: Code ohne Kommentare – bei Wechsel verlierst du Wissen.
  • Fehlender Staging-Prozess: Änderungen direkt auf Live – Risiko für Fehler. Staging ist Pflicht.

Was eine Shopware Agentur konkret macht

Du weißt jetzt, welche Probleme du lösen willst. Aber was macht eine Shopware Agentur in Kiel eigentlich konkret? Hier eine ehrliche Übersicht.

Beratung & Strategie:

  • Ziele definieren, Kennzahlen festlegen, Scope abstecken, Roadmap entwickeln.
  • Risikoanalyse (Was kann schiefgehen? Wie vermeiden wir das?).

Konzeption:

  • Informationsarchitektur (Wie ist der Shop strukturiert?), Navigation, Kategorien.
  • Datenmodell-Überlegungen (Wie bilden wir Varianten, B2B-Preise ab?).

UX/UI:

  • Mobile-first Design, Wireframes, Prototyping.
  • User Journeys (Wie kommt der Kunde von der Startseite zur Bestellung?).

Entwicklung:

  • Theme/Template-Entwicklung (individuell oder Anpassung).
  • Plugin-Entwicklung (Custom-Funktionen).
  • Integrationen (ERP, Payment, Versand, CRM).

Testing & QA:

  • Funktionale Tests (Checkout, Payment, Integrationen).
  • Performance-Tests (Ladezeiten).
  • Browser-/Device-Tests (Desktop, Mobile).
  • User Acceptance Testing mit internen Stakeholdern.

Go-Live & Hypercare:

  • DNS-Umstellung, Monitoring aktivieren.
  • Erste 48 Stunden intensiv überwachen.
  • Bugfixing, Support.

Weiterentwicklung:

  • Roadmap abarbeiten, Experimente fahren (A/B-Tests).
  • Performance-Optimierung, SEO, Conversion-Optimierung.

So wählst du die richtige Agentur – Fragenkatalog

Du willst eine Shopware Agentur in Kiel beauftragen – aber wie erkennst du, ob die Agentur wirklich passt? Hier ein Fragenkatalog für das Erstgespräch.

Fragen zur Erfahrung:

  • Welche Shopware-Projekte habt ihr in den letzten zwölf Monaten umgesetzt?
  • Habt ihr Referenzen aus meiner Branche oder mit ähnlichen Anforderungen?
  • Wie viele Shopware-Entwickler habt ihr im Team?

Fragen zum Vorgehen:

  • Wie läuft ein typisches Projekt bei euch ab?
  • Wie bindet ihr uns als Kunden ein?
  • Wie definiert und messt ihr Erfolg?
  • Wie geht ihr mit Scope-Änderungen um?

Fragen zu Testing & Qualität:

  • Wie testet ihr (Funktionen, Performance, Browser/Geräte)?
  • Wie sichert ihr Code-Qualität?
  • Wie geht ihr mit Bugs um?

Fragen zu Betrieb & Wartung:

  • Bietet ihr Hosting an, oder empfehlt ihr einen Hoster?
  • Wie läuft die Wartung?
  • Wie schnell reagiert ihr bei kritischen Problemen?

Fragen zu Kosten & Zeitrahmen:

  • Wie kalkuliert ihr (Festpreis, Zeit & Material)?
  • Welche Kostentreiber seht ihr in unserem Projekt?
  • Wie realistisch ist der vorgeschlagene Zeitrahmen?

Red Flags – wann du skeptisch werden solltest:

  • Agentur verspricht unrealistische Zeitrahmen.
  • Keine Referenzen oder nur sehr alte Projekte.
  • Keine klare Methodik.
  • Kein Testing-Konzept.
  • Keine Wartung/Support nach Go-Live.
  • Kein klares Rollenkonzept.

First 30/60/90 days – deine Roadmap nach Go-Live

Der Shop ist live – aber das Projekt ist nicht fertig. Die ersten 90 Tage nach Go-Live sind entscheidend.

First 30 days – Stabilisierung:

  • Monitoring intensiv: Fehler, Performance, Conversion, Zahlungen, Traffic – täglich prüfen.
  • Bugfixing: Kritische Bugs sofort fixen.
  • Support/FAQ: Kundenanfragen sammeln, häufige Fragen in FAQ aufnehmen.
  • Baseline erfassen: Conversion Rate, Ladezeit, Traffic – Ist-Werte festhalten.
  • Quick Wins umsetzen: Kleine Optimierungen mit sofortiger Wirkung.

First 60 days – Optimierung:

  • Datenanalyse: Wo brechen Nutzer ab? Welche Seiten haben hohe Bounce Rates?
  • A/B-Tests: Hypothesen formulieren, Tests aufsetzen.
  • SEO-Monitoring: Rankings, Traffic, Crawl-Errors – wöchentlich prüfen.
  • Performance-Optimierung: Core Web Vitals prüfen, Bilder optimieren.
  • Content-Optimierung: Produktbeschreibungen ergänzen, FAQ ausbauen.

First 90 days – Roadmap:

  • Roadmap definieren: Welche Features kommen als nächstes?
  • Retro/Learnings: Was lief gut, was lief schlecht?
  • Experimente fahren: A/B-Tests ausrollen, neue Hypothesen testen.
  • Betrieb stabilisieren: Update-Prozess definieren, Monitoring automatisieren.
  • Team-Skills: Schulungen für Content-Team, Support-Team.

Fazit: Deine nächsten Schritte

Du hast jetzt einen klaren Überblick, wann sich eine Shopware Agentur in Kiel lohnt, welche Probleme Shopware 6 löst, wie Projekte ablaufen und worauf du achten solltest. Jetzt liegt es an dir, die nächsten Schritte zu gehen – zum Beispiel mit einem strukturierten Shopware-Check als Grundlage für Prioritäten, Aufwand und Budget.

Deine Checkliste für die nächsten Tage:

  1. Interne Klarheit schaffen: Ziele, Kennzahlen, Ist-Zustand, Systemlandschaft, Ressourcen – dokumentieren.
  2. Entscheidung treffen: Shopware oder anderes System? Agentur, Freelancer oder Inhouse?
  3. Gespräche führen: Fragenkatalog durchgehen, Referenzen prüfen, Angebote vergleichen.
  4. Projekt starten: Kick-off planen, Rollen klären, erste Meilensteine definieren.
  5. Quick Wins identifizieren: Was kannst du schon heute verbessern (Performance, Conversion, SEO)?

Erfolgreicher E-Commerce ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Mit der richtigen Unterstützung, klaren Zielen und einer methodischen Herangehensweise kannst du deinen Shop Schritt für Schritt auf das nächste Level bringen. Wenn du parallel auch einen schnellen SaaS-Ansatz evaluierst, kann eine Shopify-Agentur für den Vergleich der Time-to-Market-Szenarien hilfreich sein.