Der Traffic stimmt, die Kampagne läuft – aber plötzlich häufen sich die Beschwerden: Der Checkout lädt zu lange, und beim nächsten Sale befürchtest du Timeouts. Gleichzeitig steht das nächste Shopware-Update an, doch niemand traut sich, es einzuspielen – zu groß ist die Angst vor Fehlern und Ausfällen. Die ERP-Anbindung läuft zwar, aber Bestände driften auseinander. Vielleicht planst du auch gerade einen Relaunch oder die Migration von Shopware 5 auf Shopware 6 und fragst dich, wie du das ohne Umsatz- und SEO-Verluste über die Bühne bringst – mit einer Shopware Agentur an deiner Seite.
Das sind System-, Architektur- und Prozess-Themen – und sie sind lösbar. Entscheidend ist, dass du den richtigen Partner an deiner Seite hast: eine Shopware Agentur, die nicht nur Oberflächen gestaltet, sondern Performance, Wartbarkeit und stabile Integrationen von Anfang an mitdenkt.
Bevor du tiefer einsteigst, hier die wichtigsten Fragen, die dir sofort Klarheit verschaffen:
Shopware 6 ist ein in Deutschland entwickeltes Shopsystem, das sich besonders bei individuellen Anforderungen und komplexen Integrationen bewährt. Das System bietet moderne Schnittstellen, die saubere Systemkopplungen möglich machen – statt fragiler Workarounds. Die Erlebniswelten erlauben es dir, Content und Commerce zu kombinieren, was vor allem für Marken-Shops attraktiv ist. Die echte Stärke entsteht nicht durch die Menge installierter Plugins, sondern durch durchdachte Architektur und ein klares Betriebskonzept. Shopware ist eine hervorragende Wahl für B2C, D2C und zunehmend auch B2B-Modelle – vorausgesetzt, die Umsetzung stimmt.
Um dir die Entscheidung zu erleichtern, hier eine klare Abgrenzung:
Die Frage, ob du eine Shopware Agentur beauftragen solltest, hängt davon ab, wie komplex dein Vorhaben ist, wie viel Risiko du trägst und wie viel Zeit dir bleibt. Eine professionelle Agentur lohnt sich besonders in folgenden Situationen:
Ohne Agentur kann es funktionieren, wenn dein Scope klein ist, du mit einem Standard-Theme auskommst, wenige Integrationen hast und klare Inhouse-Ressourcen mit Shopware-Know-how besitzt.
| Feature | Out-of-the-box | Typischerweise nötig |
|---|---|---|
| Produkte anlegen, Kategorien, Medien | Ja, vollständig | Nur Konfiguration |
| Standard-Checkout, Warenkorbprozess | Ja, vollständig | Nur Konfiguration |
| Standard-Theme, Layout | Ja, anpassbar | Design-Anpassung empfohlen |
| Mehrsprachigkeit, Multishop | Ja, vollständig | Konfiguration und Übersetzungen |
| Standard-Payment (Rechnung, Vorkasse) | Ja | Erweiterte Payment: Plugin |
| Standard-Versand | Ja | Versanddienstleister: Plugin |
| ERP-Anbindung | Nein | Custom/Plugin und Konzept |
| PIM-Anbindung | Nein | Custom/Plugin und Konzept |
| Komplexe Preislogiken (B2B, Staffelpreise) | Basis ja | Erweiterte Logik: Custom/Plugin |
| Individuelle Checkout-Anpassungen | Nein | Custom Development |
| Performance-Optimierung für hohe Last | Basis ja | Spezifisches Setup nötig |
Die größten Weichen werden früh gestellt. Drei zentrale Architektur-Entscheidungen haben direkten Einfluss auf Performance, Wartbarkeit, Budget und Time-to-Market:
Classic Storefront ist sinnvoll, wenn du schnell live gehen willst, ein begrenztes Budget hast, die Standard-UX ausreicht und dein Team eine geringere Komplexität bevorzugt. Die Vorteile: bewährte Technologie, schnelle Umsetzung, einfacheres Setup, SEO funktioniert direkt.
Headless (eigenes Frontend, das über Schnittstellen mit Shopware kommuniziert) lohnt sich, wenn du mehrere Touchpoints bespielen willst (Web, App, POS, Kiosk), eine sehr individuelle UX brauchst oder hohe Content-Anforderungen hast. Die Trade-offs: längere Umsetzungszeit, höhere Komplexität, mehr Frontend-Verantwortung (Performance, SEO, Barrierefreiheit).
Plugins sind sinnvoll, wenn das Feature standardnah ist, der Hersteller aktiv pflegt, die Update-Kompatibilität gegeben ist und die Qualität stimmt. Vorteile: schneller einsatzbereit, oft günstiger in der Anschaffung.
Custom Development (individuelle Programmierung) ist sinnvoll, wenn es um Kernprozesse oder Alleinstellungsmerkmale geht, Performance kritisch ist oder langfristige Wartbarkeit wichtiger ist. Trade-offs: höhere Entwicklungskosten, aber keine Lizenzabhängigkeit, volle Kontrolle über Updates.
Shopware Cloud (verwaltetes Hosting) ist sinnvoll, wenn du schnell starten willst, weniger Betriebsaufwand haben möchtest und ein klarer Standardbetrieb ausreicht. Vorteile: schnellerer Start, weniger Infrastruktur-Verantwortung.
Self-hosted (eigene Server oder eigener Hosting-Partner) ist sinnvoll, wenn du tiefe Systemkontrolle brauchst, spezielle Infrastrukturanforderungen hast oder individuelle Betriebsanforderungen erfüllen musst. Trade-offs: mehr Betriebsfreiheit, aber auch mehr Governance-Aufwand.
Shopware bietet verschiedene Editionen bzw. Pläne an, die sich in Funktionsumfang, Support-Level und Preismodell unterscheiden. Wichtig: Die Planwahl ist sekundär gegenüber sauberer Umsetzung und einem durchdachten Betriebskonzept. Dennoch hilft es, die Unterschiede zu kennen (Stand: Anfang 2025, Preise und Bezeichnungen können sich ändern):
Entscheidend sind: Supportbedarf, B2B-Funktionen, Internationalisierung und Integrationslandschaft. Eine kompetente Shopware Agentur kann dir helfen, die richtige Edition zu wählen – basierend auf deinen konkreten Anforderungen.
Eine professionelle Shopware Agentur liefert nicht nur irgendwie einen Shop, sondern konkrete Ergebnisse, die messbar und wartbar sind:
Performance ist kein nice to have, sondern direkt umsatzrelevant. Was bedeutet das konkret? Ladezeiten unter 3 Sekunden für wichtige Seiten wie Kategorie, Produktdetailseite und Checkout sind ein gutes Ziel. Schnellere Ladezeiten führen nachweislich zu höheren Conversion-Raten und besseren Rankings in Suchmaschinen.
Frage im Erstgespräch: Wie prüft ihr Performance? Welche Metriken trackt ihr? Wie sieht euer Caching-Konzept aus?
Integrationen sind oft der kritische Pfad. Schlechte Integrationen verursachen Datenchaos, Bestandsabweichungen und frustrierte Kunden. Professionelle Agenturen arbeiten nach bewährten Mustern:
Datenqualität ist Erfolgsfaktor: Varianten, Attribute, Medien, Kategorien, Übersetzungen müssen sauber gepflegt sein – sonst hilft die beste Integration nichts. Frage: Wie dokumentiert ihr Integrationen? Wie prüft ihr Mapping und Fehlerfälle?
| Problem | Prüfung | Typische Ursache | Maßnahmen |
|---|---|---|---|
| Langsame Ladezeiten | Ladezeiten pro Seitentyp, Serverzeiten, Plugin-Check | Zu viele Plugins, ineffiziente Abfragen, große Medien, fehlendes Caching | Performance-Audit, Caching, Medienstrategie, Plugin-Reduktion |
| Shop kippt bei Peaks | Lasttest, Checkout-Flow unter Last | Fehlende Skalierung, synchrone Prozesse | Skalierungsplan, asynchrone Jobs, Vorab-Lasttests vor Kampagnen |
| ERP-Anbindung erzeugt Datenchaos | Datenflussdiagramm, Fehlerszenarien, Statusmapping | Unklare Verantwortlichkeiten, fehlendes Fehlerhandling | Klare Verantwortlichkeiten, robustes Fehlerhandling, saubere Schnittstellen |
| Conversion stagniert trotz Traffic | Funnel-Tracking, Heatmaps, Performance vs Abbruchraten | Checkout-Friktion, schlechte UX, fehlende Payment-Optionen | Checkout-Friktion entfernen, Payment optimieren, Test-Roadmap |
| SEO bricht nach Relaunch | Redirect-Mapping, Crawl, Index-Status | Fehlende Redirects, geänderte URLs | Technisches SEO-Backlog, Redirects, Monitoring nach Go-live |
| Update-Angst | Testumgebung vorhanden? Plugin-Status? Tests? | Fehlendes Staging, ungetestete Plugins | Update-Policy, Staging, automatisierte Tests, Rollback-Plan |
Die Migration von Shopware 5 auf Shopware 6 ist kein simpler Datenimport. Sie erfordert sorgfältige Planung und Umsetzung:
Eine erfahrene Shopware Agentur kennt diese Stolperfallen und plant die Migration als strukturiertes Projekt mit klaren Meilensteinen, Tests und Rollback-Optionen.
Du hast bereits einen Shopware-Shop, bist aber unzufrieden mit der Umsetzung oder dem bisherigen Partner? Eine gute Agentur bietet dir ein Audit-Paket:
Basierend auf dem Audit erstellt die Agentur einen 30/60/90-Tage-Plan:
Der Go-live ist kein Projektende, sondern der Beginn des eigentlichen Betriebs. Professionelle Agenturen denken Betrieb von Anfang an mit:
Checkliste vor Sales/TV/Influencer/Werbe-Peaks:
Eine gute Zusammenarbeit basiert auf klaren Rollen, Verantwortlichkeiten und Transparenz:
Pauschalen ohne Scope sind unseriös. Die Kosten für ein Shopware-Projekt hängen von vielen Faktoren ab:
Professionelle Shopware-Projekte bewegen sich meist im fünfstelligen Bereich. Bei komplexen Integrationen, Migrationen mit hohem SEO-Risiko oder umfangreichen Custom-Entwicklungen kann der Invest deutlich darüber liegen. Für eine professionelle Shopware-Umsetzung solltest du mit mehr als zehntausend Euro rechnen.
| Kostenblock | Einmalig/Laufend | Orientierung |
|---|---|---|
| Shopware-Lizenz (Rise/Evolve/Beyond) | Laufend (monatlich/jährlich) | Ab ca. 600 Euro pro Monat (Rise), höher bei Evolve/Beyond |
| Hosting (Self-hosted oder Cloud) | Laufend (monatlich) | Je nach Anforderung: 50 bis 500+ Euro pro Monat |
| Plugins (Lizenzen) | Einmalig oder laufend | Je Plugin: 0 bis 500+ Euro einmalig oder Abo |
| Setup/Implementierung (Agentur) | Einmalig | Mittlerer fünfstelliger Bereich aufwärts |
| Wartung/Support (Agentur) | Laufend (monatlich) | Je nach SLA: 500 bis 5000+ Euro pro Monat |
| Weiterentwicklung (Features, Optimierungen) | Laufend oder projektbasiert | Budget einplanen: 1000 bis 10000+ Euro pro Monat |
Für ein professionelles Shopware-Projekt brauchst du in der Regel:
Je nach Projektgröße arbeiten diese Rollen in unterschiedlichem Umfang. Kleine Projekte können mit 2 bis 3 Personen auskommen, größere Vorhaben benötigen ein vollständiges Team.
SEO ist kein Add-on, sondern integraler Bestandteil einer professionellen Shopware-Umsetzung:
Schnelle Ladezeiten sind Ranking-Faktor und beeinflussen Conversion. Messbar machen, kontinuierlich optimieren. Core Web Vitals (LCP, FID, CLS) sind wichtige Google-Metriken, die Performance und User Experience bewerten.
Rankings, Traffic, Index-Abdeckung, Crawl-Fehler kontinuierlich überwachen. Frage: Wie plant ihr SEO beim Relaunch? Wie messt ihr nach Go-live?
Sicherheit und Compliance werden oft unterschätzt, sind aber geschäftskritisch:
Regelmäßige Sicherheits-Patches für Shopware Core und Plugins einspielen. Ohne Updates wird dein Shop zum Sicherheitsrisiko.
API-Keys, Passwörter, Zugangsdaten nie im Code oder Git ablegen. Sichere Verwaltung nutzen.
Klare Benutzer- und Rechteverwaltung im Backend. Nicht jeder braucht Admin-Rechte.
Regelmäßige Backups (täglich), getestete Restore-Prozesse. Ein Backup, das nicht getestet wurde, ist keines.
Consent-Management für Tracking/Marketing-Tools, datenschutzkonforme Prozesse (Kundendaten, Bestellhistorie, Löschfristen).
Updatefähigkeit ist kein Luxus, sondern Pflicht. Shops, die nicht updatefähig sind, werden zum Sicherheitsrisiko und zur Innovationsbremse. Professionelle Agenturen setzen auf:
Shopware ist stark im B2C/D2C-Bereich mit Brand/Content und Integrationen. B2B/Hybrid ist möglich, aber Anforderungen (Preislogiken, Freigaben, Kundengruppen, ERP-Prozesse) müssen früh geklärt werden. Erwartungsmanagement: Systemwahl nach Prozessen, Daten, Skalierung – nicht nach Featureliste. Eine gute Agentur sagt dir ehrlich, wann Shopware passt – und wann nicht.
ERP führt Bestände und Preise, Shop führt Content und Checkout. Rückmeldungen über Bestellstatus und Tracking laufen sauber über Schnittstelle. Warteschlangen-basiertes Sync-Modell sorgt für Robustheit bei Peaks. Monitoring zeigt Verzögerungen und Fehlerquoten in Echtzeit.
Erlebniswelten und Kampagnen, Performance-Budget pro Landingpage definiert (Ladezeit unter 2,5 s). Tracking sauber aufgesetzt (Events, Consent, Funnel). Tests laufen kontinuierlich. CDN und optimierte Medien sorgen für schnelle Ladezeiten weltweit.
CDN/Medienstrategie für verschiedene Regionen, Übersetzungs-Workflow mit PIM-Anbindung, steuer- und versandlogische Unterschiede sauber abgebildet. Lokalisierung nicht nur Sprache, sondern auch Payment-Methoden, Versandoptionen, rechtliche Anforderungen.
Audit zeigt: 30+ Plugins installiert, viele nicht aktiv genutzt, einige nicht mehr maintained. Reduktion auf 12 essenzielle Plugins, Rest durch Custom-Code oder Verzicht ersetzt. Ergebnis: Updatefähigkeit wiederhergestellt, Performance messbar verbessert (Ladezeit minus 40 Prozent), weniger Fehler.
Vor Ort ist kein Selbstzweck. Es wird dann zum Vorteil, wenn es um Workshops, Stakeholder-Abnahmen, Prozessaufnahmen (z. B. ERP, Warenwirtschaft, Logistik) oder intensive Konzeptphasen geht. Konkrete Formate, die vom persönlichen Austausch profitieren:
Entscheidend sind nicht Standort-Marketing-Phrasen, sondern Ergebnisorientierung: klare Artefakte (Dokumentation, Architekturdiagramme, Datenflussmodelle), messbare Fortschritte (KPIs, Performance-Budgets), definierte SLAs und transparente Kommunikation. Eine gute Shopware Agentur liefert das – unabhängig vom Standort.
Eine Shopware Agentur zu finden, ist keine Frage des Standorts allein. Es geht um Architektur, Performance, Wartbarkeit, stabile Integrationen und messbaren Erfolg. Du entscheidest nicht nach Bauchgefühl, sondern nach klaren Kriterien: Wie sieht das Deployment aus? Welche Monitoring-Tools werden eingesetzt? Wie werden Integrationen dokumentiert? Wie wird Performance gemessen und optimiert? Wie updatefähig ist die Lösung?
Die richtige Agentur liefert dir konkrete Artefakte: Systemlandkarten, Datenflussdiagramme, Performance-Budgets, Test-Reports, Monitoring-Dashboards, Release Notes. Sie denkt Betrieb von Anfang an mit und plant nicht nur den Go-live, sondern auch das, was danach kommt: Updates, Optimierungen, Skalierung, neue Features.
Dein nächster Schritt: Sammle deine Anforderungen und deine Integrationslandschaft. Nutze die Checklisten aus diesem Artikel. Führe Erstgespräche mit konkreten Prüfpunkten – nicht mit allgemeinen Fragen. Vergleiche Agenturen objektiv anhand ihrer Antworten, ihrer Referenzen und ihrer Arbeitsweise. Und dann triff eine Entscheidung, die auf Fakten basiert – nicht auf Marketing-Versprechen. So findest du den richtigen Shopware Partner, der dein Projekt nicht nur umsetzt, sondern zum Erfolg führt. Wenn du bei der Systemkopplung tiefer einsteigen willst, hilft dir auch ein Leitfaden zur ERP-Anbindung in Shopware; und falls dein Schwerpunkt auf B2B-Funktionen liegt, lohnt sich ein Blick auf die Shopware B2B Suite.